Nasa - 50 Jahre Weltraum-Geschichte
Der erste Amerikaner im All: Alan Shepard, 5. Mai 1961.
Zu Beginn der Raumfahrt waren es die Sowjets, die für Spektakel jenseits der Erdatmosphäre sorgten: Juri Gagarin war 1961 der erste Mensch, Valentina Tereschkowa 1963 die erste Frau im All und auch die erste Raumstation «Saljut 1» war russisch. US-Präsident John F. Kennedy wollte mehr: Bis 1970 sollten Amerikaner auf dem Mond landen. Die «Apollo»-Mission begann und führte 1969 schliesslich zum Erfolg. Die Astronauten Neil Armstrong und Edwin «Buzz» Aldrin machten die ersten Schritte auf dem Erdtrabanten.
| Extrasendung zur Mondlandung von Apollo 11, 21. Juli 1969 | Hören |
Erkundung des Weltraums
Neben der Mondlandung beschäftigte sich die Nasa vor allem mit der Erkundung
anderer Planeten mit Hilfe von unbemannten Sonden. Dabei spielte der Mars eine
zentrale Rolle: Bereits 1964 gelang der Nasa mit der Raumsonde «Mariner 4» der
erste erfolgreiche Mars-Vorbeiflug. Seit dann landete die Nasa mehrmals
erfolgreich Erkundungsfahrzeuge («rovers») oder stationäre Sonden («landers»)
auf dem roten Planeten. So zum Beispiel 1976 die «Viking 1» und «Viking 2», 1997 den
«Pathfinder» oder «Phoenix» im Mai 2008.
Die bemannte Raumfahrt
geht weiter
In der bemannten Raumfahrt sorgte 1975 das russisch-amerikanische «Apollo-Sojus-Test-Projekt»
für Aufsehen, bei dem russische und amerikanische Astronauten in der Erdumlaufbahn von einem Raumschiff
ins andere umsteigen - ein einmaliges Symbol politischer Annäherung zwischen
Ost und West, die erst nach dem Zusammenbruch der UdSSR mit dem
«Shuttle-Mir-Programm» wieder erreicht wurde. Zur gleichen Zeit trieb die Nasa das Spaceshuttle-Programm voran, ein bereits in den 60er-Jahren erdachtes Konzept
einer wieder verwendbaren Raumfähre. 1981 führte die Nasa mit der
«Columbia» die erste erfolgreiche Mission durch, und setzte ab dann Spaceshuttles für das Aussetzen oder Einfangen von Satelliten und
für den Aufbau und die Reparatur von Weltraumstationen wie der Mir oder der ISS ein. 1990 wurde das
Hubble-Weltraumteleskop mit der Spaceshuttle «Discovery» ins All befördert.
«Houston, we have a Problem»
Immer wieder trübten Unglücke die Missionen der Nasa und sorgten für eine
Infragestellung des US-Raumfahrtprogramms. 1967 kam bei einem Feuer die
Besatzung der «Apollo 1» ums Leben. Während der «Apollo 13»-Mission 1970 explodierte 55 Stunden nach dem Start ein Sauerstofftank des Kommandomoduls. Eine Katastrophe konnte kanpp verhindert werden und die Crew rettete sich mit der Landekapsel zurück zur Erde. 1986 starben sieben Astronauten, als der
Spaceshuttle «Challenger» kurz nach dem Start auseinanderbrach.
| «Challenger»-Unglück: Ausschnitt aus DRS 1 International vom 28.12.1986 | Hören |
2003 wurde der Spaceshuttle «Columbia» beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zerstört, die Besatzung kam ums Leben. Ursache war vermutlich ein Stück Isoliermaterial, welches sich von einem Aussentank löste und den Hitzeschild beschädigte.
| «Columbia»-Unglück: Erste Nachrichten, 1. Februar 2003, 16 Uhr | Hören |
Die letzten Flüge der drei verbleibenden Spaceshuttles «Atlantis», «Endeavour» und «Discovery» sind im Jahr 2010 geplant. Anschliessend sollen sie durch die neuen Raumschifftyp «Orion» abgelöst werden.
Rückkehr zum Mond, Schritte auf dem Mars
Zukunftige Projekte sind
der Mars-Rover «Mars Science Laboratory», der im September 2009
starten soll und in der Lage ist, längere Strecken zurückzulegen. Damit sollen neue interessante Gebiete auf dem Mars erforscht werden können. 2015
wird «New Horizons» als erste Raumsonde den Planeten Pluto erreichen. Weitere Ziele der Nasa sind eine
permanent besetzte Mondbasis bis zum Jahr 2024 und eine bemannte Marsmission
bis zum Jahr 2037.
Thomas Hägler
