Assad zeigt sich in der Öffentlichkeit
Umringt von seinen Getreuen betet Assad in einer Moschee. (Keystone)
Der von Aufständischen bedrängte syrische Präsident Bashar al-Assad hat sich erstmals seit einem Monat wieder in der Öffentlichkeit gezeigt. Während Aktivisten aus mehreren Vierteln von Damaskus Kämpfe meldeten, strahlte das staatliche Fernsehen Aufnahmen von Assad beim Gebet neben dem Mufti des Landes in einer Moschee der Hauptstadt aus. Am Sonntag feierten die Muslime das Fest des Fastenbrechens.
Seit dem Anschlag abgetaucht
Auf den Fernsehbildern lauschte Assad den Worten des Predigers, der den Aufstand gegen die mehr als 40 Jahre währende Herrschaft der Familie Assad als Werk der USA, Israels, des Westens und arabischer Länder darstellte.
Seit dem Anschlag auf das Hauptquartier der Sicherheitskräfte am 18. Juli war Assad nur in Fernsehbildern in Amtsgebäuden zu sehen gewesen. Bei dem Attentat wurden ein Schwager des Staatschefs und ranghohe Vertreter des Sicherheitsapparats getötet.
Wieder Dutzende Todesopfer
Die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter berichtete, die Regierungstruppen hätten versucht, die von den bewaffneten Revolutionären kontrollierten Viertel in Damaskus Al-Kadam und Asali zu stürmen. Landesweit sollen die Truppen des Regimes am Sonntag 33 Menschen getötet haben, darunter drei Deserteure. Schwere Angriffe wurden unter anderem auch aus dem Umland von Damaskus, aus Daraa und aus der Provinz Deir as-Saur gemeldet. (luek, dpa)
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