Nach Attacken: Militär verstärkt Truppenpräsenz
Das ägyptische Militär verstärkt seine Truppen und Mittel auf der Halbinsel Sinai. (Keystone)
Als Reaktion auf die schweren Attacken militanter Islamisten hat das ägyptische Militär seine Truppen auf der Halbinsel Sinai verstärkt. Soldaten, Panzer und Raketenbatterien gingen vor allem in der Extremisten-Hochburg Scheich Suwaid und im Grenzort Rafah nahe dem palästinensischen Gazastreifen in Stellung, wie Augenzeugen sagten. Berichte über neue Kämpfe wurden hingegen nicht bestätigt.
Am Sonntag hatten militante Islamisten auf dem Sinai 16 ägyptische Soldaten getötet und die Grenze zu Israel durchbrochen.
Am Mittwoch hatten sie weitere Angriffe auf ägyptische Militärkontrollpunkte gestartet. Das Militär schlug mit massiven Kräften zurück und setzte auch Kampfflugzeuge zur Bekämpfung der Extremisten ein. Mehr als 30 mutmassliche Terroristen wurden nach Angaben aus Sicherheitskreisen getötet.
Entlassungen erfolgt
Es war der schwerwiegendste bewaffnete Konflikt in Ägypten seit dem Sturz des langjährigen Präsidenten Hosni Mubarak im Februar 2011.
Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi entliess - in Abstimmung mit dem Militär - den Geheimdienstchef, den Chef der Militärpolizei und den Gouverneur der Provinz Sinai-Nord.
Der staatliche Fernsehsender Nile TV berichtete von einer Schiesserei zwischen Polizisten und Militanten bei einer Polizeiwache in Rafah. Die staatliche Nachrichtenagentur Mena meldete später, eine Einzelperson habe aus einem Fahrzeug ohne Kennzeichen Schüsse in die Luft abgegeben. (basn, dpa)
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