Durchatmen an den wichtigen Börsenplätzen
Händler in Frankfurt: An den wichtigen Handelsplätzen normalisiert sich die Lage. (Keystone)
- Freitag, 14.12.2012: Griechenland will neue Steuern auf Aktiengewinnen
- Freitag, 14.12.2012: Ein Fahrplan für die Eurozone
- Donnerstag, 13.12.2012: Zentrale Aufsicht für Europas Banken
- Sonntag, 9.12.2012: Athen kann Schulden offenbar verringern
- Donnerstag, 6.12.2012: EZB belässt Zinsen auf Rekordtief
- Freitag, 30.11.2012: 18 Millionen Arbeitslose in der Eurozone
- Dienstag, 27.11.2012: Neue Milliardenhilfen für Griechenland
Nach den kräftigen Aufschlägen des Vortags hat sich die Situation an wichtigen Börsen in Europa inzwischen wieder normalisiert. Während die grossen asiatischen Indizes noch mit einem deutlichen Plus aus dem Handel gingen, notierte etwa der deutsche Leitindex Dax zu Handelsschluss mit 0,87 Prozent im Minus bei gut 6035 Punkten. Händler sprachen davon, dass der Markt nun erst einmal zur Ruhe komme. Die Hoffnung auf Fortschritte in der Schuldenkrise sei aber weiterhin zu spüren.
SMI dank Pharmatiteln leicht im Plus
Auch in der Schweiz sprachen Händler von einer Konsolidierung. Zwar schloss der Swiss Market Index mit 0,5 Prozent im Plus bei 5682 Punkten - dies aber vor allem dank Kursgewinnen bei den Pharmaschwergewichten Roche und Novartis. Finanztitel neigten nach den starken Anstiegen der vergangenen Tage hingegen zur Schwäche.
Notenbanken öffnen die Dollar-Schleusen
Eine gemeinsame Aktion von sechs weltweit führenden Notenbanken hatte am Mittwoch zu einem Kursfeuerwerk geführt. Wegen der starken Spannungen insbesondere im europäischen Bankensystem erleichterten sie den Geschäftsbanken zum einen den Zugang zu Dollar.
Die Zentralbanken spannten zudem ein Sicherheitsnetz, falls sich die Krise am Interbankenmarkt auch auf Liquidität in anderen Währungen ausweiten sollte. Wenige Stunden zuvor hatte ausserdem eine Aktion der chinesischen Notenbanken die Märkte beruhigt. Sie hatte erstmals seit drei Jahren den Satz, den die Geschäftsbanken als Mindestreserve bei ihr hinterlegen müssen, gesenkt.
Banken bunkern Dollar
Experten werten die Aktion als Beleg dafür, dass die europäische Schuldenkrise mittlerweile zu einer schwerwiegenden Bankenkrise geführt hat. Wie zu Zeiten der Finanzkrise 2008 ist das Misstrauen der Banken untereinander inzwischen offenbar wieder so stark gewachsen, dass sie sich gegenseitig kaum mehr Geld leihen. Stattdessen parkieren sie es bei Notenbanken wie der EZB. (ank, dpa/reuters)
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