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Mittwoch, 25.1.2012

Schöne neue Welt am WEF?

Das diesjährige Motto am Weltwirtschaftsforum verspricht nichts weniger als einen Zeitenwandel: Im Zeichen der Schuldenkrise soll es um neue Modelle des Wirtschaftens gehen - um den «grossen Umbruch» eben.

Das WEF in Davos ist einer der wichtigsten Treffpunkte für Spitzenpolitiker und Top-Manager. (zvg)

Mehr zum Thema
  • Sonntag, 29.1.2012: Kommentar: Schritt für Schritt
  • Sonntag, 29.1.2012: 42. Weltwirtschaftsforum Davos ist Geschichte
  • Samstag, 28.1.2012: Lagarde hofft auf höhere IWF-Beteiligung
  • Freitag, 27.1.2012: Bundesrat nutzt Gelegenheit für Gespräche
  • Freitag, 27.1.2012: Public Eye Awards: Die Kehrseite der Globalisierung
  • Donnerstag, 26.1.2012: Schelte und Eigenlob von Euro-Skeptiker Cameron
  • Donnerstag, 26.1.2012: Neue Anlagestrategien für Pensionskassen
  • Donnerstag, 26.1.2012: Merkel warnt vor Überforderung Deutschlands
  • Mittwoch, 25.1.2012: «Der Welt bleibt viel zu tun»
  • Mittwoch, 25.1.2012: Weltsozialforum als Alternative zum WEF
Banken regulieren, nicht filetieren

Der ehemalige Chefökonom des IWF, Raghuram Rajan, hält nichts von der Zerschlagung von Grossbanken, um Finanzkrisen vorzubeugen: Die Banken profitierten zwar vom Too-Big-to-Fail-Phänomen, sagte Rajan in Davos, denn sie seien zu gross und zu vernetzt, als dass Staaten sie bankrottgehen lassen könnten. Dickere Kapitalpuffer und besseres Risikomanagement reichten jedoch aus, um die Banken stabiler zu machen.

WEF Davos - Der grosse Umbruch?

Ziel des diesjährigen Weltwirtschaftsforums in Davos: ein «besserer Kapitalismus». Nur: Die meisten der angereisten Staatschefs, Konzernlenker und Intellektuellen interessiert das wenig.

Beitrag aus Rendez-vous vom Mittwoch, 25.1.2012, 12.30 Uhr, DRS 1, DRS 2, DRS 4 News und DRS Musikwelle

WEF-Direktor Zwinggi: «Den Kapitalismus reformieren»

Unter dem Schatten von Schuldenkrise und der Angst vor einer Rezession beginnt am Nachmittag in Davos das 42. Weltwirtschaftsforum (WEF). Die Eröffnungsrede hält Angela Merkel - die deutsche Bundeskanzlerin hat im Kampf gegen die Schuldenkrise selber alle Hände voll zu tun.

Seit letztem Sommer befindet sich die Konjunktur wieder auf Talfahrt: Viele der insgesamt 280 Podiumsgespräche am WEF befassen sich denn auch mit der Schuldenkrise und den trüben Wirtschaftsaussichten.

Rekordhohe Beteiligung
Der Andrang am WEF ist auch deshalb gross. 2600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind am Jahrestreffen im Bündner Ferienort vom 25. bis 29. Januar dabei: Darunter 1600 Wirtschaftsspitzenleute, 40 Staats- oder Regierungschefs, 19 Minister der G20-Länder sowie alle Finanzminister der G8-Staaten.

Die Sorgenkinder fehlen
Im Gegensatz zu den beiden Vorjahren kommt der französische Präsident Nicolas Sarkozy dieses Jahr nicht ans WEF. Auch in den USA werfen die anstehenden Wahlen ihre Schatten voraus: US-Präsident Obama hat Finanzminister Timothy Geithner nach Davos geschickt. Kreml-Chef Dmitri Medwedew fehlt dieses Jahr ebenfalls.

Unbedeutend ist auch die Beteiligung der Sorgenkinder Europas: Aus Spanien, Italien und Griechenland kommt bestenfalls die zweite Garnitur.

Crème de la Crème der Finanzinstitutionen
Dagegen sind die internationalen Finanzinstitutionen mit IWF-Chefin Christine Lagarde und Weltbank-Chef Robert Zoellick gut vertreten. Zudem sind 18 Chefs der wichtigsten Zentralbanken in Davos, darunter der neue Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi.

Schweizer Regierung fast vollständig vertreten
Mit Ausnahme von Justizministerin Simonetta Sommaruga kommen alle Bundesrätinnen und Bundesräte nach Davos. Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf etwa trifft eine ganze Reihe von Staatsoberhäuptern und Regierungschefs sowie die IWF-Chefin Lagarde. (smus, sda/petm)

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Einschätzungen von DRS-Wirtschaftsredaktorin Susanne Giger aus Davos. (Ivana Pribakovic, 25.1.2012)
Hören (3:28)

WEF 2012 lässt viele Fragen offen

Das WEF 2012 ist Geschichte: Das prestigeträchtige Treffen in Davos zog in diesem Jahr rund 2600 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft an - so viele wie nie zuvor. WEF-Gründer Klaus Schwab hatte die Suche nach einem gerechteren Kapitalismus auf die Tagungsordnung des 42. Treffens gesetzt. Greifbare Ergebnisse gab es - erwartungsgemäss - nicht. Deutlich wurde aber, wie tief die Gräben im Kampf um die richtigen Rezepte gegen die Schuldenkrise inzwischen sind.  Mehr


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