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Freitag, 27.1.2012

Public Eye Awards: Die Kehrseite der Globalisierung

Zwei Unternehmen sind am Freitag am WEF mit dem  Schmähpreis Public Eye Awards «ausgezeichnet» worden. Der britische Bankkonzern Barclays Capital bekam den Jurypreis verpasst, der brasilianische Minenkonzern Vale den Publikumspreis.

Schmähpreise für Barclays und Vale. (Keystone)

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Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos erklärten die Initiatoren am Freitag, beide Konzerne stünden exemplarisch für jene WEF-Mitglieder und Unternehmen, deren Praktiken die Kehrseite einer rein profitorientierten Globalisierung zeigten.

Spekulation mit Nahrungsmitteln
Barclays erhält den Schmähpreis nach Angaben der Jury für Spekulationen mit Nahrungsmitteln. Mit diesen Praktiken treibe die Grossbank die Nahrungsmittelpreise auf Kosten der Ärmsten in die Höhe.

Vale sei als weltweit zweitgrösster Minenkonzern seit Jahrzehnten für Menschenrechtsverletzungen und rücksichtslose Naturausbeutung verantwortlich. Derzeit beteilige sich Vale am Bau des Belo-Monte-Staudamms im Amazonasgebiet, der voraussichtlich 40 000 Zwangsumsiedlungen zur Folge habe.

Abstimmung via Internet
Bei der Internet-Abstimmung über den Publikumspreis bekam Vale gut 25 000 Stimmen, dicht gefolgt von Tepco mit 24 245 Stimmen. Das Japanische Unternehmen ist Betreiber der havarierten Kernkraftwerke Fukushima.

Die Public Eye Awards werden seit dem Jahr 2000 unter anderem von Greenpeace, WWF und der Erklärung von Bern vergeben. Mit dem Schmähpreis für das laut den Organisatoren «übelste Unternehmen» wollen die Organisationen aufzeigen, dass Menschen und Umwelt verachtende Geschäftspraktiken Konsequenzen für die Betroffenen, aber auch für das Firmenimage haben. (saua/dpa)

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