Merkel und Hollande betonen Partnerschaft
Alles in Minne: Frankreichs Präsident Hollande und Bundeskanzlerin Merkel in Berlin. (Reuters)
- Donnerstag, 17.5.2012: Hollandes Regierung löst ihr erstes Versprechen ein
- Mittwoch, 16.5.2012: Hollandes neue Regierung steht
- Dienstag, 15.5.2012: Ayrault wird Hollandes Premierminister
- Freitag, 11.5.2012: Hollande legt sein Vermögen offen
- Montag, 7.5.2012: «Ein grosser Sieg der französischen Demokratie»
- Montag, 7.5.2012: Merkel: Fiskalpakt steht nicht zur Disposition
- Montag, 7.5.2012: Machtwechsel: Sarkozy geht, Hollande kommt
Bei ihrem ersten offiziellen Treffen haben die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der neue französische Präsident François Hollande die Kontinuität in den Beziehungen beider Länder betont.
Beim Antrittsbesuch Hollandes in Berlin äusserten beide zudem die Erwartung, dass Griechenland trotz seiner innenpolitischen Krise in der Euro-Zone verbleibt. Hollande und Merkel betonten, beide Länder würden helfen, die Wirtschaft in dem krisengeschüttelten Land anzukurbeln.
EU-Fiskalpakt neu verhandeln
Zum Thema Fiskalpakt machte Hollande die Türen für Verhandlungen weit auf. Der Sozialist forderte zwar erneut Nachverhandlungen in Richtung auf einen Wachstumspakt. Er erklärte aber auch, dass dafür zunächst alle Dinge beim EU- Sondergipfel am 23. Mai sowie beim regulären Gipfel Ende Juni in Brüssel auf den Tisch gelegt werden müssten. Diese gelte es zu prüfen, und erst dann könne man sagen, was rechtlich überhaupt umgesetzt werden könne.
Demonstrative Differenzen überbrücken
Merkel und Hollande betonten mehrfach ihren Willen zu einer guten Zusammenarbeit. Mit Blick auf die anderen 25 Mitgliedstaaten erklärte die CDU-Vorsitzende Merkel, sie und Hollande wüssten um die Verantwortung für eine gute Entwicklung Europas.
Von diesem Geiste getragen werde man die Lösung für die europäischen Probleme finden. Hollande sagte, beider Wunsch sei es zum Wohle Europas zusammenzuarbeiten und alle anderen Länder auf diesem Weg mitzunehmen.
«Blitzbesuch»
Hollande war mit gut anderthalbstündiger Verspätung in Berlin eingetroffen. Das Flugzeug war zwar pünktlich in Paris gestartet, wurde auf dem Flug nach Berlin aber vom Blitz getroffen. Hollande musste deswegen auf den Militärflughafen Villacoublay bei Paris zurückkehren. Hollande flog dann nach einer kurzen Unterbrechung mit seiner Delegation in einer neuen Maschine weiter. (smus, sda/dpa)
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