Schweizer Botschafter fürchtet um Steuerabkommen
- Donnerstag, 13.12.2012: «Steuergerechtigkeit ist ein ganz hohes Gut»
- Donnerstag, 13.12.2012: Abkommen endgültig vom Tisch
- Donnerstag, 13.12.2012: «Chance verpasst»
- Mittwoch, 12.12.2012: «Es gibt keine Nachverhandlungen»
- Dienstag, 4.12.2012: «Grossen Steuerbetrügereien» auf der Spur
- Mittwoch, 28.11.2012: Berlin ruft Vermittlungsausschuss an
Der Schweizer Botschafter in Berlin, Tim Guldimann, hat vor einem möglichen Stimmungswechsel mit Blick auf das Steuerabkommen mit Deutschland gewarnt. Die Berichte über angeblich neue Ankäufe von Steuer-CDs seien in der Schweiz nicht gut angekommen, sagte Guldimann.
«Bis vor kurzem unterstützte in Umfragen eine Mehrheit das Abkommen», sagte der Schweizer Botschafter in einem Interview mit der «Rheinischen Post». Er könne nun aber «nicht ausschliessen, dass die Zustimmung wegen der fortgesetzten Gerüchte über Ankäufe von gestohlenen Daten abnimmt», fügte er hinzu.
Guldimann bezog sich damit auf die jüngsten Aussagen von Nordrhein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjans. Der SPD-Politiker hatte verkündet, den Erwerb weiterer CDs mit Daten von Steuersündern durch sein Bundesland nicht auszuschliessen.
Treffen in Düsseldorf
Guldimann traf am Dienstag in Düsseldorf mit Walter-Borjans zu einem Gespräch zusammen. Das bestätigte das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF).
Der Schweizer Botschafter habe dem nordrhein-westfälischen Finanzminister die Schweizer Position zum Steuerabkommen präsentiert, hiess es in der Mitteilung. Allfällige Anpassungen oder Nachverhandlungen des Abkommens seien «kein Thema» gewesen.
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