• Nachrichten
  • SRF Shop
  • Blogs
  • Meine Meinung
  • Podcasts
  • Programm
  • Spiele
  • Themen
  • Über uns
  • A
  • A
  • A
  • Radio ein
  • Empfang
  • Hilfe
  • Kontakt
  • Home
  • Dossiers zu «Schweiz»
    • Kontroverse um neue Kampfjets
    • Der Einstieg in den Atomausstieg
    • Abstimmung vom 25. November
    • Schweiz sucht Wege in der Klima- und Energiepolitik
    • Abstimmung vom 23. September
    • Alle Dossiers
  • Programme
    • SR DRS
    • DRS 1
    • DRS 2
    • DRS 3
    • DRS 4 News
    • DRS Musikwelle
    • DRS Virus
    • Radio Swiss Classic
    • Radio Swiss Jazz
    • Radio Swiss Pop

Sie befinden sich auf einer archivierten Webseite von Schweizer Radio DRS.
Den aktuellen Webauftritt von Schweizer Radio und Fernsehen finden Sie auf www.srf.ch

Montag, 4.5.2009

Volk soll über Jurafrage entscheiden

Soll es einen neuen Kanton Jura mit dem Berner Jura geben, oder soll die Stellung des Berner Jura im Kanton Bern gestärkt werden? Darüber soll das Volk entscheiden.

Bundesrätin Widmer-Schlumpf (Mi) und die Vorsitzenden der Delegationen stellen den Bericht vor. (Keystone)

Die Assemblée Interjurassienne hat in ihrem Bericht zur Zukunft des Berner Juras zwei Modelle vorgestellt. Festgelegt hat sie sich indessen nicht, entscheiden soll das Volk.

Berner Jura im Kanton Bern
Das Modell «Status Quo+» sieht vor, dass der Berner Jura beim Kanton Bern bleibt. Seine Stellung soll aber weiter gestärkt werden.

Diese würde namentlich mit einer Vereinfachung der institutionellen Landschaft des Berner Juras, mit einer territorialen Reorganisation sowie mit einer Stärkung der interjurassischen Zusammenarbeit erreicht.

Berner Jura im Kanton Jura
Das zweite Modell ist ein kühnerer Wurf, deshalb aber auch mit grösseren Risiken behaftet. Die drei Amtsbezirke des Berner Juras und die drei Bezirke des Kantons Jura sollen zu einem neuen Kanton zusammengeführt werden.

Dabei sollen die insgesamt 132 Gemeinden, die Ende 2008 in der Region bestanden, zu sechs Grossgemeinden fusionieren. Die Stadt Moutier wäre der Hauptort des neuen Kantons.

Volk soll entscheiden
Die Lösung der Jurafrage müsse im interjurassischen Dialog erfolgen, schreibt die Assemblée Interjurassienne in ihrem Fazit. Das Volk soll entscheiden, welche Lösung es will.

Dazu müssten die Kantone Bern und Jura unter Federführung des Bundes eine Volksabstimmung organisieren.

Minderheit dagegen
Eine Minderheit der Assemblée Interjurassienne ist mit dem vorgelegten Bericht nicht zufrieden und legt einen eigenen vor. Die Assemblée Interjurassienne habe sich zu sehr für die Bildung eines neuen Kantons stark gemacht, kritisiert sie. 

Die Bevölkerung im Berner Jura habe sich bei entsprechenden Abstimmungen stets für den Verbleib beim Kanton Bern ausgesprochen. Der jetzige Zustand entspreche dem Willen einer Mehrheit im Berner Jura. 

Widmer-Schlumpf: Grenzen nicht sakrosankt
Die Vorstellung des Schlussberichts in Moutier diente auch der offiziellen Übergabe an die Auftraggeber, die beiden Kantone Bern und Jura sowie den Bund. Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf war zu diesem Zweck in den Berner Jura gereist.

Die Vorsteherin des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements sagte im Berner Jura, es müsse durchaus erlaubt sein, sich Gedanken über die Veränderung von Kantonsgrenzen zu machen. In der Schweiz gebe es grössere Probleme zu lösen.

Keine Entscheidungskompetenzen
Die vor 15 Jahren vom Bund und den Kantonen Bern und Jura ins Leben gerufene Assemblée Interjurassienne hat keine Entscheidungskompetenzen.

Sie unterbreitet den beiden betroffenen Kantonen Vorschläge zur Zusammenarbeit und zur Schaffung gemeinsamer Institutionen in der Region.

Berner Parteien wollen keinen neuen Kanton
In Stellungnahmen zum Abschlussbericht der Assemblée waren sich die Berner SP, die FDP und die SVP einig, dass die Fusion des Berner Juras mit dem Kanton Jura keine valable Lösung darstelle.

Die Berner Sozialdemokraten empfehlen die Variante «Status Quo+», die eine Stärkung des Berner Juras innerhalb des Kanton Berns vorsieht.

Die Freisinnigen empfehlen keine der vorgelegten Varianten und zeigen sich enttäuscht über die Arbeit der Kommission.

Die SVP fordert vom Berner Regierungsrat, sich «ohne Wenn und Aber» zum Berner Jura zu bekennen. Der Volkswille müsse respektiert werden. (cdm,jpb, ap/sda)

Beitrag weiterempfehlen Facebook Share / Facebook Like Twitter Google+ Email
  • …auf Facebook kommentieren.
    Facebook
  • …auf Twitter kommentieren.
    Twitter
  • …per E-Mail versenden.
    E-Mail
  • …auf Facebook empfehlen.
    Facebook Recommend
  • …auf Google+ kommentieren.
    Google +1

Audio-Beiträge:


Keine konkreten Lösungsvorschläge im Jurakonflikt. (Patrick Mülhauser, 4.5.2009)
Hören (3:12)

Der Berner Jura drängt nicht zum Kanton Jura. (Patrick Mülhauser, 4.5.2009)
Hören (3:16)

Westschweiz-Korrespondent Patrick Mülhauser zu den Ideen der Interjurassischen Versammlung. (Philippe Chappuis, 4.5.2009)
Hören (2:42)

Keine klare Antwort auf die offene Jurafrage. (Patrick Mülhauser, 4.5.2009)
Hören (3:17)

Weiterführender Link zum Beitrag:

  • Die Jurafrage im Archiv der SRG SSR idée suisse

Verantwortlich für diesen Beitrag:

news.online


Mehr zum Stichwort:

  • Jurafrage

DRS 4-Serie: 30 Jahre Kanton Jura

Am 24. September 1978 wurde der Kanton Jura per Volksabstimmung in die Eidgenossenschaft aufgenommen. Es war der demokratische Schlusspunkt einer jahrzehntelangen Diskussion, die häufig sehr heftig geführt wurde.  Mehr

Aktuelle Nachrichten auf drs.ch
Schnellsuche:
  • AGB
  • Datenschutz
  • Webmaster
  • Impressum
Schweizer Radio und Fernsehen
  • SRF
  • RTS
  • RSI
  • RTR
  • swissinfo
  • 3SAT
SRF Schweizer Radio und Fernsehen, Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft