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29.05.2010

Film-Tipp: Nachbarn verwandeln sich in Monster

Für Horrorfans ist George A. Romero so etwas wie eine Leitfigur. Sein «Night of the Living Dead» (1968) ist der Zombiefilm schlechthin. Nun hat der 70-Jährige als Co-Autor und Co-Produzent die Neuverfilmung seines Horror-Klassikers «The Crazies» aus dem Jahr 1973 ermöglicht.

Sheriff David Dutten (Timothy Oliphant, Mitte) und seine Frau (Radha Mitchell) kommen zu spät: Farmer Bill (Brett Rickaby) hat seinen Hof angezündet. (Ascot Elite)

Knapp 2000 Einwohner zählt die US-Kleinstadt Ogden Marsh, die sich auf ihrer Website als «freundlichsten Ort der Welt» bezeichnet. Logisch, dass dieser Werbeslogan in einem Film mit dem Titel «The Crazies» auf den Kopf gestellt wird.

Aus den freundlichen Bewohnern werden innert kürzester Zeit durchgeknallte Killer. Plötzlich müssen sich der Sheriff David (Timothy Oliphant) und seine schwangere Frau Judy (Radha Mitchell) gegen die eigenen Nachbarn wehren.

Wer überlebt?
Kleines Quiz: Wer überlebt das Massaker? A - der Held (der Sheriff), B - der Sidekick des Helden (der Hilfssheriff), C - die Frau des Helden (eine schwangere Ärztin), D - ein Teenager-Girl? (Auflösung im Kino.)

«The Crazies» ist nur deshalb erwähnenswert, weil Regisseur Breck Eisner nicht nur die üblichen Schock-Szenen bietet, sondern die Ursache des ganzen Schlamassels in der aktuellen Realität verankert und somit sogar Gesellschaftskritik übt.

Mistgabeln als Waffen
Ausserdem ist der Film keine stumpfsinnige Aneinanderreihung blutiger Szenen, sondern durchaus auch ein spannender und über weite Strecken unterhaltender Thriller. Trotzdem: Wenn Mistgabeln als Waffen zweckentfremdet werden, dann wird nun mal eine der untersten Schubladen gezogen.

Deshalb ist klar: «The Crazies» muss man nicht gesehen haben. Innerhalb des Horror-Genres macht der Film allerdings eine ganz gute Figur, weil der Zuschauer das Hirn nicht ganz ausschalten muss. (rb)

Frauen über «The Crazies» in «Box Office» von SF

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Die Kritik des Filmexperten Reto Baer
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