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07.03.2011

Film-Tipp: Kampf gegen das Schicksal

In «The Adjustment Bureau» bekommt Matt Damon es mit unerwünschten «Schutzengeln» zu tun, die ihn davon abhalten wollen, mit der schönen Engländerin Emily Blunt zusammenzukommen. Geht gar nicht, findet Damon.

Gegen die Vorsehung: David (Matt Damon) hätte sich nie in Elise (Emily Blunt) verlieben dürfen. (Universal)

Filmbären: Die Bewertung

6 = phänomenal; 5 = sehr gut; 4 = gut;
3 = akzeptabel; 2 = schlecht; 1 = unter jedem Bär

Kein anderer Science Fiction-Autor ist derzeit in Hollywood so beliebt wie der 1982 verstorbene Philip K. Dick. «The Adjustment Bureau» ist der neuste Zukunftsthriller, der auf einer seiner über 120 Short Stories basiert.

Die besten Verfilmungen von Dicks Werken sind «Blade Runner» (1982) und «Minority Report» (2002). George Nolfis «The Adjustment Bureau» schafft es jedoch nur in die Liga der durchschnittlichen Dick-Adaptionen wie «Total Recall» (1990), «Paycheck» (2003), «A Scanner Darkly» (2006) oder «Next» (2007).

Psychologische Science Fiction
Dennoch fasziniert der Film, weil er eben wie so oft bei Dick keine Raumschiff- und Alien-Science Fiction liefert, sondern soziale oder psychologische Science Fiction. Philip K. Dick interessiert sich weniger dafür, wie sich unsere Technik verändert, sondern mehr dafür, wie sich der Mensch unter neuen Bedingungen verändert.

In «The Adjustment Bureau» heisst dieser Mensch David Norris (Matt Damon) und glänzt als jüngster Kongressabgeordneter, der für den Senatorposten von New York kandidiert. Die neuen Bedingungen, könnte man meinen, liefert sein überraschendes Scheitern.

Männer mit Hut
In Wirklichkeit sind die neuen Bedingungen jene Männer mit Hut, die fürs «Adjustment Bureau» arbeiten. Eine Art Schicksalswächter, die darauf achten, dass jeder Mensch seinen vorbestimmten Weg geht.

Indem David Norris die Frau (Emily Blunt), der er vorgesehenerweise begegnete, zufällig und somit unvorgesehenerweise wieder trifft, bewegt er sich plötzlich ausserhalb seines geplanten Schicksals. Das wollen die «Adjustment»-Männer korrigieren, bis auf einen, der sich Norris zu erkennen gibt.

Das ist also die eigentliche neue Bedingung: Norris erfährt quasi von höchster Stelle, dass sein ganzes Leben auf Vorsehung beruht, dass es also keinen freien Willen gibt. Die Spannung bezieht der Film schliesslich daraus, wie der Protagonist auf diese neue Erkenntnis reagiert.

Aufstand gegen die Vorsehung
Als klassischer Held wehrt sich Norris gegen sein Schicksal, rebelliert also gegen die göttliche Vorsehung, denn er hat sich verliebt und würde sogar seine Karriere für Elise opfern. Aber was, wenn seine Liebe das Ende ihrer Träume bedeuten würde, wie Wächter Thompson (Terence Stamp) ihm prophezeit?

Seufz! «The Adjustment Bureau» ist also nicht nur spannend wie ein Thriller, sondern auch romantisch wie ein Liebesfilm. Der ideale Film für Paare also. (rb)

Filmbären:
6 = phänomenal, 5 = sehr gut, 4 = gut, 3 = akzeptabel, 2 = schlecht, 1 = unter jedem Hund

«Box-Office»-Beitrag von SF

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Die Kritik des Filmexperten Reto Baer
Hören (3:13)




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DRS 3-Filmredaktor Reto Baer kennt die neusten Filme genauso gut wie die Klassiker und erklärt jeden Montag und Samstag jeweils nachmittags, welche Streifen einen Gang ins Kino lohnen.

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