Willkommen im neuen, grösseren Internet
Der 6. Juni 2012 wird als Start von IPv6 in die Geschichte eingehen.
Problematisch sind die heute auf rund 4.3 Milliarden beschränkten Internet-Adressen. Schon jetzt sind wesentlich mehr Geräte online und es wird zunehmend schwieriger, weitere Computer, Menschen und Dienste mit dem Internet zu verknüpfen. Die Lösung für den Adressen-Engpass steht schon seit den 90er Jahren in Form der Netzwerktechnologie «IPv6» bereit und wird seit dem 6. Juni 2012 von grossen IT-Firmen wie Microsoft, Facebook oder Google eingesetzt.
Mit 340'282'366'920'938'463'463'374'607'431'768'211'456 möglichen Adressen, verfügt «IPv6» de facto über unerschöpfliche Reserven.
Neue Geräte, neue Menschen
Wenn grosse Unternehmen die neue Technologie erst einmal grossflächig einsetzen, wird ihre Verbreitung auch in die privaten Haushalte erfolgen. In Zukunft könnte man damit jedes erdenkliche Gerät, die Kaffemaschine oder die Haustür mit dem Internet verbinden.
Aber auch Afrika und Lateinamerika werden wohl von der neuen Technologie profitieren. Bei der Verteilung der heutigen IPv4 Adressen bestehen riesige regionale Unterschiede. Die Nationen der Nordhalbkugel kontrollieren den Löwenanteil der heute verfügbaren Adressen - der Süden hat das Nachsehen. Ein solches Ungleichgewicht kann mit IPv6 nicht mehr entstehen.
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