Zwischen Brillen und Kugeln: Das Google-Tablet im Zentrum
Halb so teuer wie ein iPad, mehr Power als ein Kindle Fire: Nexus 7
Google möchte auf dem von Apple dominierten Tablet-Markt Boden gutmachen. Mit dem «Nexus 7» zeigt das Unternehmen, dass es sich dabei nicht mehr nur auf Dritthersteller wie Samsung oder Motorola verlassen will. Das Google-Tablet hat mit 200 US-Dollar auch einen entsprechend aggressiven Preis: Es ist halb so teuer wie das günstigste iPad-Modell von Apple.
Marktanteile um jeden Preis
Google ist nicht auf eine Gewinn-Marge auf dem eigenen Tablet aus. Das «Nexus 7» soll das Google-System Android besser auf den Tablet-PCs verbreiten. Im Gegensatz zu den Smartphones tut sich die Plattform auf diesem wichtigen Wachstumsmarkt noch schwer. Warm anziehen müsen sich aber erst einmal die Konkurrenten auf der eigenen Plattform. Der bisher erfolgreiche Kindle Fire von Amazon, der als eines der wenigen Android-Tablets mit dem Preis des Nexus mithalten kann, bietet deutlich weniger Leistung als das neue Google-Tablet.
Für's Auge: Glass und Q
Für viel Aufsehen sorgte in der Nacht auf Donnerstag auch die Demonstration der Google-Daten-Brille «Glass». Die Brille zeigt ihrem Träger Informationen und Live-Bilder aus dem Internet an und funktioniert gleichzeitig auch als Sender. Jemand anders kann mittels Glass via Internet mitverfolgen, was der Träger der Brille erlebt. Eindrücklich demonstrierte dies Google, indem Fallschirmspringer aus einem Zeppelin auf das Dach des Moricone Center sprangen, wo die Teilnehmer der Konferenz die Sprünge live über «Glass»-Brillen beobachteten. Schon im nächsten Jahr soll eine kommerzielle Version von «Glass» auf den Markt kommen.
Nexus Q heisst schliesslich das Unterhaltungs-System von Google, dass sich am Konzept von Apple-TV orientiert. Statt eines schwarzen Kästchens legt man sich eine schwarze Kugel mit Kabeln neben den Fernseher und sorgt damit für mediale Unterhaltung auf allen Kanälen.
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