China jenseits medialer Reizworte
Der Wolf kommt: Skulpturen des chinesischen Künstlers Liu Ruowang in Peking. (Keystone)
Wir wollen für einmal den Reizworten Dissidententum, Demokratiebewegung und Tibet widerstehen, so wichtig diese Themen auch sind. Stattdessen versuchen wir, ein offenes Ohr zu haben für das, was die Chinesen selbst bewegt: Welche Probleme muss China ihrer Ansicht nach lösen, und welchen Weg soll es in die Zukunft einschlagen?
Um dies herauszufinden, habe ich in Peking und in Shanghai während zweieinhalb Wochen Gespräche geführt, mit erfolgreichen Kunststars und jungen Kunststudenten, mit Direktoren und Kuratorinnen öffentlicher und privater Museen, mit Kunsthistorikern und Universitätsdozenten, mit Galeristen und Kritikern, mit Radiobloggern und Medienforschenden, mit heiratswilligen Frauen und solchen ohne Kinderwunsch, mit Familienvätern und jungen Erwachsenen. Ich bin dabei grosser Kreativität, Ehrgeiz, Gestaltungswillen, Mut, Coolness, Überlegenheit und Durchsetzungskraft begegnet.
Sascha Renner, Kunstredaktor DRS 2
