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Menschen auf der ganzen Welt hören täglich Radio, über 40'000 Stationen gibt es nach dem CIA Factbook weltweit. Die meisten davon sind nur einem kleinen Gruppe von Hörerinnen und Hörern bekannt. DRS2aktuell unternimmt deshalb diesen Sommer eine Weltreise durch den Äther.
Mikrophon bei Radio Bakhita in Juba, Südsudan. (Reuters)
Dabei werden spannende Kultursender und Alternativradios aus der ganzen Welt entdeckt Die Reportagen stellen unter anderen den besten argentinischen Kultursender und afrikanische Radiomacherinnen vor, gewähren Einblick in den Alltag eines hamburgischen Piratensenders mit langer Tradition.
«Radio global» bei DRS2aktuell vom 16. bis 28. Juli 2012, Montag bis Samstag um 12.03 und 17.05 auf DRS 2.
Burmesische Journalisten versorgen seit über zwei Jahrzehnten rund fünfzig Millionen Burmesen mit unabhängigen Radionachrichten. Das Radio «Democratic Voice of Burma» sendet aus einem Hinterhof in Oslo.
In Taiwan sendet Sister Radio, ein kommerzieller Sender mit feministischem Anspruch. Selbstbewusst treten die Macherinnen auf: Zwei übergrosse knallrote Lippen prangen auf dem Logo des Senders.
Die Krise in Griechenland trifft auch die Medien: Zwei grosse Tageszeitungen haben dichtgemacht, die übrigen Medien haben die Löhne gekürzt, viele Journalisten haben seit Monaten keinen Lohn mehr gesehen.
Der italienische Sender «Radio Radicale» lässt sich mit keiner anderen Radiostation vergleichen. Er ist das offizielle Informationsorgan der «Radikalen», einer Kleinstpartei, die im katholischen Italien seit Jahrzehnten für mehr Bürgerrechte und einen laizistischen Staat kämpft.
Radio Free Europe ist der von den USA finanzierte Sender in Prag. Er will freie Information in Ländern zugänglich machen, die sonst nicht an solche Information herankommt. Früher galt das Hauptaugenmerk den realsozialistischen Ländern, heute steht die islamische Welt im Fokus.
Als Argentinien 1984 nach der Militärdiktatur in die Demokratie aufbrach, lieferte Radio Rock & Pop die Musik dazu. Im Norden von Buenos Aires gründeten ein paar Freunde den Kurzwellensender. Ihr Konzept: einfach das zu machen, was man zuhause auch macht - Musik hören und gucken, was passiert.
Aus den Vorstädten Kapstadts sendet Radio Zibonele. Der südafrikanische Sender begann vor knapp 20 Jahren als soziales Projekt im Township Khayelitsha.
Die Radioszene der USA ist breit aufgestellt und knallhart; zahlreiche Wettbewerber kämpfen darum, das grösste Stück vom Werbekuchen zu bekommen. Die meisten senden vor allem Musik, für jeden Geschmack muss es etwas sein, bei andern wird den ganzen Tag geredet - wie zum Beispiel beim Federal News Radio in Washington.