«Barfuss» joggen: Tipps und Tricks
Ist barfuss laufen wirklich gesund? Wir liefern Antworten. (Colourbox)
Zusammenfassend lässt sich sagen: Alle Hersteller wollen erreichen, dass der Fuss weniger gestützt, geführt und gedämpft wird. Dass der Fuss wieder mehr selber arbeiten muss und dadurch kräftiger werden soll. Damit soll die Anzahl der Fussverletzungen beim Laufen gesenkt werden. Laut der Schuhindustrie bedeutet barfuss laufen gesund laufen.
Ob das wirklich stimmt, sind sich die Forscher nicht sicher. Klar scheint: Ein stärkerer Fuss hat positive Auswirkungen auf den Körper. Stärken kann man den Fuss aber primär mit gezielten Kräftigungsübungen. Ob ein stärkerer Fuss aber auch bedeutet, dass man damit gesünder lebt und sich weniger verletzt, ist noch mit keiner Studie bewiesen worden. Viele Studien, die es zum Thema Barfussschuh gibt, sind von den Herstellern selber in Auftrag gegeben oder gar finanziert worden.
Ausserdem ist die Zahl der Laufverletzungen in den letzten Jahrzehnten stets in etwa gleich geblieben. Dazu kommt: Die Idee des Barfussschuhs ist nicht etwa erst in den letzten Jahren aufgekommen. Bereits in den 80er Jahren und auch davor gab es Versuche, solche Schuhe auf den Markt zu bringen. Diese waren jedoch nicht erfolgreich.
Fazit
Jeder soll die Schuhe tragen, in denen es ihm wohl ist. Seien es Barfuss- oder Stabilitätsschuhe. Gut ist, wenn man die Schuhe oft wechselt. Dabei kann man gerne zwischen gestützten und ungestützten Schuhen abwechseln. Wer Barfussschuhe tragen will, muss seinen Füssen Zeit lassen, sich an diese zu gewöhnen. Zuerst soll man diese im Alltag tragen. Um damit Joggen zu gehen, braucht der Körper ein paar Monate Vorbereitung.
Tipps:
- Mehrere Schuhe parallel tragen.
- Unterschiedliche Schuhe tragen.
- Seinen Füssen Zeit lassen, sich an Barfussschuhe zu gewöhnen. Zuerst im Alltag tragen.
- Die Suche nach den perfekten Schuhen aufgeben.
- Auf den Körper hören: Wenns in der Wade zwickt, den Schuh wechseln.
- Fussgymnastik stärkt die Füsse.
Fuss-Gymnastik stärkt die Füsse:
- Auf Zehenspitzen stehen.
- Auf Innen- oder Aussenrist gehen.
- Füsse massieren und dehnen.
- Auf ein Tuch stehen und dieses mit den Zehen unter den Fuss ziehen.
- Einen Stift zwischen die Zehen klemmen und zeichnen.
- Versuchen, ein Fünf-Franken-Stück mit den Zehen und dem Fussballen vom Boden aufzuheben.
- Ein-Bein-Stand
Brigitte Wenger
