Neue CD: Sofia Gubaidulina: In tempus praesens / Glorious Percussion
Mit 80 ist die russische Komponistin Sofia Gubaidulina (* 24. 10. 1931) sicher die Grand Old Lady der neuen Musik. Und sicher ist auch ihre Musik in den letzten Jahren etwas milder geworden - aber nicht etwa phantasieloser.
Das zeigt sich auch an zwei ihrer neueren Werke. Das 2. Violinkonzert «In tempus praesens» ist im Auftrag von Anne-Sophie Mutter entstanden, die es 2007 auch uraufführte. Der geistige Hintergrund des Werks - und angesichts der Vornamen von Komponistin und Solistin auch der persönliche - ist das Thema der Weisheit (griechisch «sophia») angesichts der heutigen Welt.
Das Luzerner Sinfonieorchester zeigt sich vif und präsentiert mit dem Violinisten Vadim Gluzman und Dirigent Jonathan Nott die zweite Aufnahme des Werks. Es kombiniert das Violinkonzert mit einem der neusten Werke Gubaidulinas, dem Schlagzeugkonzert «Glorious Percussion» von 2008. «Geschlagen» wird allerdings in diesem Werk selten, die Musik singt vielmehr, klingelt, glöckelt, rauscht und raunt.
Roland Wächter, Musikproduzent DRS 2
Sofia Gubaidulina: Violinkonzert «In tempus praesens» und Schlagzeugkonzert «Glorious Percussion».
Vadim Gluzman (Violine)
Ensemble «Glorious Percussion»
Luzerner Sinfonieorchester
Dir. Jonathan Nott
BIS 1752
Die CD ist eine Koproduktion mit DRS 2.
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