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Freitag, 13.4.2012

Essen besser Fotografieren

Fotografiertem Essen begegnen wir nicht mehr nur im Lifestyle-Magazin, sondern immer häufiger auch auf Facebook und Co. Oft sehen aber Menus im Restaurant besser aus als auf dem Bildschirm der Freunde. Das muss nicht sein: Hier ein paar einfache Regeln, wie Food-Fotos besser werden.

Zum Anbeissen schön!

Professionelle Food-Fotografen betreiben einen erheblichen Aufwand, Essen so appetitlich wie möglich aussehen zu lassen. Dabei sind Erfahrung und einfache Kniffs mindestens so wichtig, wie die technische Ausrüstung.

Wir haben Martin Graf in seinem Studio in Basel besucht. Er hat sich auf Food-Fotografie spezialisiert und verrät uns ein paar einfache Tipps, mit denen auch ohne grossen technischen Aufwand bessere Bilder gelingen.

1 Perspektivenwechsel
Die Ansicht ist entscheidend. Nicht einfach gerade drauf halten, sondern das Motiv aus zwei bis drei Richtungen fotografieren. Am Bildschirm zeigt sich dann schnell, welches die beste Perspektive ist.

2 Blitzen verboten
Angeblitztes Essen sieht nie gut aus. Man sollte auch bei schlechten Lichtverhältnissen ohne Blitz zu fotografieren versuchen. Gut aufstützen – zum Beispiel mit beiden Ellenbogen – hilft.

3 Lichtführung (VIDEO)
Auch ohne Blitz sollte man darauf achten, dass das Licht nicht aus Richtung der Kamera kommt.
Gegenlicht lässt die Farben leuchten und bringt mehr Tiefe ins Bild. Der Hintergrund wird heller, was der Fotografie mehr Leichtigkeit gibt.
Bei Tageslicht lässt sich Gegenlicht einfach erzeugen, indem man den Teller gegen ein Fenster stellt. Nachts muss man mit der Raumbeleuchtung nachhelfen.
Wie ein professioneller Essensfotograf mit der Lichtführung umgeht, seht Ihr im Video unten an diesem Beitrag.

4 Starke Kontraste vermeiden
Kontraste sind bei der Food-Fotografie nicht so hilfreich wie bei anderen Motiven. Beim Essen geht es um ausgeglichene Farben und weiche Verläufe und darum gilt es, weiches Licht zu suchen. Direktes Sonnenlicht beispielsweise sollte man vermeiden. Dazu ganz einfach den Teller in den Schatten stellen.

5 Scharf muss sein
Unscharf fotografiertes Essen wirkt selten appetitlich. Darum nicht näher an das Motiv gehen, als die Kamera noch scharf stellen kann. Eine Makro-Funktion an der Kamera oder am Objektiv ist hier hilfreich.

6 Komposition beachten
Bei einer Fotografie ist nicht nur das Motiv entscheidend, sondern auch, was sich darum herum befindet. Bevor man abdrückt, sollte man unnötige Dinge wie Aschenbecher oder Autoschlüssel aus dem Bild entfernen.
Je nach Situation kann es sich auch lohnen, den Teller auf einen anderen Untergrund, auf einen anderen Tisch zu stellen.

Lucius Müller

 

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Digital-Redaktor Lucius Müller hat sich zeigen lassen, wie Essen zum Anbeissen schön wird.
Hören (5:32)

Appetitliches Licht: So macht es der Profi


Bessere Resultate beim Fotografieren im Gegenlicht (Bildstrecke)
Bessere Resultate beim Fotografieren im Gegenlicht
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Kommentare zu diesem Artikel:


Freitag, 13.4.2012, 14.04 Uhr: Lucius Müller via Facebook

@Blitz-Bemerker: Die Situation im Studio ist natürlich eine andere. Wenn ihr es mit einem ferngesteuerten Blitz von der Gegenseite her und durch eine Leinwand hindurch tut, dann dürft ihr auch mit dem Handy blitzen :)


Freitag, 13.4.2012, 13.44 Uhr: Lucius Müller via Facebook

@Daniela: Im Studio wird natürlich für die Kamera gekocht. Da lässt man das Gemüse beispielsweise gar nicht ganz gar werden, damit es die Farbe behält...


Freitag, 13.4.2012, 12.18 Uhr: Daniela Löber via Facebook

Wenn ich was gutes gekocht hab, dann kann ich doch net erst noch rumfotografieren.... Eine Sünde, das gute Essen warten zu lassen, bis es kalt ist... ;-)


Freitag, 13.4.2012, 11.29 Uhr: Stylepictures via Facebook

Pieep und das war der Blitz :) ;)


Freitag, 13.4.2012, 11.22 Uhr: Freeaky Flutterbye via Facebook

und der profi blitzt natürlich doch! ;D


Freitag, 13.4.2012, 11.14 Uhr: Anic Lautenschlager via Facebook

Anschlussfrage im Gedenken an den Karfreitag auf DRS 3: Fotos von Essen auf Facebook stellen. Darf man das? ;-)


Freitag, 13.4.2012, 11.10 Uhr: Sonja Eberhard via Facebook

Zeigt das den dönerläden

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