Schwerpunkt zum Komponisten Niki Reiser
Gast im Sonderprogramm «Rencontre» ist der Basler Filmmusik-Komponist Niki Reiser. Reiser gehört zu den meist gefragten Komponisten für Filmmusik im deutschsprachigen Raum. Bereits mehrfach erhielt er den deutschen Filmpreis für die beste Filmmusik, unter anderem für Caroline Links «Jenseits der Stille».
Basel-Boston-Basel
Niki Reiser wurde 1958 in Reinach (AG) geboren und wuchs in Schaffhausen und Basel auf. Er studierte an der Berklee School of Music in Boston Jazz und Klassik mit filmmusikalischem Schwerpunkt. In seiner Heimat vertiefte er später seine Ausbildung mit zusätzlichen Studien im Bereich Komposition in Basel.
Arbeit mit Levy und Link
Das Erstlingswerk «Du mich auch» (1986) von Dani Levy bildete den Beginn seiner Karriere als Filmkomponist und legte den Grundstein für die Zusammenarbeit bei allen weiteren Filmen Levys. Nebst der Arbeit mit Levy komponierte er unter anderem auch für die deutsche Regisseurin Caroline Link. Mit dem Soundtrack für ihren Film «Jenseits der Stille» konnte er 1996 seinen Durchbruch verzeichnen.
Die 45. Solothurner Filmtage zeigen zwölf Filme, zu denen Niki Reiser die Filmmusik geschrieben hat. Die Retrospektive umfasst folgende Filme:
| Titel | Regie | Jahr |
| Du mich auch | Anja Franke, Helmut Berger, Dani Levy | 1986 |
| I was on Mars | Dani Levy | 1991 |
| Stille Nacht | Dani Levy | 1995 |
| Jenseits der Stille | Caroline Link | 1996 |
| Meschugge | Dani Levy | 1998 |
| Pünktchen und Anton | Caroline Link | 1999 |
| Ein todsicheres Geschäft | Matthias X. Oberg | 2000 |
| Kalt ist der Abendhauch | Rainer Kaufmann | 2000 |
| Nirgendwo in Afrika | Caroline Link | 2001 |
| Liebesleben | Maria Schrader | 2007 |
| Im Winter ein Jahr | Caroline Link | 2008 |
| Maria, ihm schmeckt's nicht | Neele Leana Vollmar | 2009 |
Niki Reiser wird während den gesamten 45. Solothurner Filmtagen anwesend sein und auch am öffentlichen Workshop «Filmmusik in der Komödie» teilnehmen.
