Mehr Geld für Filmfestivals
Marco Solari in Solothurn. (Keystone)
Der Bund zeigt ein Herz für die Filmwelt. Den Filmfestivals in der Schweiz fliesst mehr Geld zu: Vier bekommen bis zu doppelt so viel Subventionen, drei dürfen mit gleichbleibenden Beiträgen rechnen. Dies gab das Bundesamt für Kultur (BAK) an einer Medienkonferenz bekannt, im Rahmen der Solothurner Filmtage.
Locarno erhält 62 Prozent der gesamten Festivalförderung
Das Locarno Film Festival wird jährlich um 100'000 Franken aufgestockt. Dies gilt für die Leistungsperiode von 2011 bis 2013. Locarno erhält somit neu 1,45 Millionen Franken, 62 Prozent der gesamten Festivalförderung. Marco Solari, der Präsident des Filmfestivals, freute sich über die finanzielle Zusage, wie er an der Medienkonferenz in Solothurn sagte.
Das Neuenburger International Fantastic Filmfestival (NIFF) und das Internationale Animationsfilmfestival Fantoche in Baden erhalten neu 120'000 statt bisher 75'000 Franken jährlich. Die Internationalen Kurzfilmtage Winterthur bekommen doppelt so viele Subventionen vom Bund, neu 100'000 Franken.
Keine Kürzungen in Nyon, Fribourg und Zurich
Gleich bleibt sich die Unterstützung von 400'000 Franken für das Dokumentarfilmfestival Visions du Réel in Nyon und das Festival International de Films de Fribourg FIFF mit 100'000 Franken. Der Beitrag für das FIFF gilt vorläufig nur für das Jahr 2011.
Danach wird die Qualität des Festivals, das heuer mit Thierry Jobin einen neuen Direktor bekommen hat, neu beurteilt, präzisierte das BAK. Das noch junge, aber schnell gewachsene Zurich Film Festival erhält 50'000 Franken.
Bund hilft kleinen Kinos bei der Digitalisierung
Grosszügig zeigt sich das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) auch gegenüber den kleineren Kinobetrieben. Sie werden bei der kostspieligen Umrüstung auf digitale Filme finanziell unterstützt.
In den kommenden sechs Jahren stehen insgesamt maximal neun Millionen Franken dafür zur Verfügung. Damit sollen laut BAK jährlich 100 bis 120 Kinosäle digitalisiert werden können. (rend, sda)
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