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  • Solothurner Filmtage 2012:

Nominationen für den «Prix de Soleure» 2012

Herzstück der Solothurner Filmtage ist der Jurypreis «Prix de Soleure». Nominiert sind acht Filme, die gesellschaftspolitische Themen in den Vordergrund stellen - darunter Kassenschlager wie «Der Verdingbub» aber auch weniger bekannte Werke.

Szene aus dem nominierten Film «Der Verdingbub» von Markus Imboden.

Drei Spielfilme und fünf Dokumentarfilme buhlen um den «Prix de Soleure», der mit 60 000 Franken dotiert ist. Der Preis wird zum vierten Mal für ein Werk vergeben, das «durch einen ausgeprägten Humanismus überzeugt und diesen in eindrucksvoller Form filmisch darstellt.»

In der diesjährigen Jury sitzen alt Bundesrätin Micheline Calmy-Rey, die Regisseurin Séverine Cornamusaz und der Schriftsteller Charles Lewinsky.


SPIELFILME

«Courage» von Greg Zglinski

Alfred und Jurek betreiben im Vorort einer Grossstadt ein Kabelfernseh-Unternehmen. Als sie in einen Übergriff von Hooligans verwickelt werden, reagieren sie ganz unterschiedlich: Jurek will helfen, Alfred jedoch erstarrt vor Angst. «Courage» von Greg Zglinski wird in Solothurn als Weltpremiere gezeigt.

«Giochi d'estate» von Rolando Colla

Sommerferien in Italien: Für den 12-jährigen Nic keine unbeschwerte Zeit. Er verarbeitet in gewagten Spielen mit anderen Kindern die Gewaltausbrüche seines Vaters. Dabei lernt er auch die Schmerzen der ersten Liebe kennen. Ein Film über erste Schritte ins Leben, der für einen Oscar für den besten ausländischen Film ins Rennen geht.

«Schöner Film mit geringen Oscar-Chancen» («drs2aktuell», 22.10.2011)
Filmkritik («Boxoffice», 20.10.2011)
Trailer zum Film (youtube)
«Der Verdingbub» von Markus Imboden

Es ist eine Geschichte, wie sie sich zu tausenden in der Schweiz ereignet hat: Der Waise Max wird in eine Pflegefamilie verdingt - doch statt Liebe und Anerkennung erfährt er Missgunst und Eifersucht und muss wie ein Arbeitstier schuften. «Der Verdingbub» zählt bereits jetzt zu den zehn erfolgreichsten Schweizer Filmen aller Zeiten.

«Schwere Geschichte, schwacher Film» («drs2aktuell», 3.11.2011)
Filmkritik («Kulturplatz», 2.11.2011)
Filmkritik («Boxoffice», 3.11.2011)
«Grosser Erfolg für einen Schweizer Film» («glanz & gloria», 7.11.2011)
Trailer zum Film (youtube)


DOKUMENTARFILME

«Bottled Life» von Urs Schnell

Wie ist es möglich, gewöhnliches Wasser in Flaschen abzufüllen und damit Milliarden zu verdienen? Mit dieser Frage macht sich der Schweizer Journalist Res Gehriger auf, hinter die Geheimnisse eines mächtigsten Konzerns zu kommen - Nestlé. Doch die Nummer Eins im Flaschenwasser-Geschäft gibt sich bedeckt.

Webseite zum Film
Trailer zum Film (youtube)
«Carte Blanche» von Heidi Specogna

Sie tragen keine Uniform, keine Waffen und haben keine Bodyguards. Aber ihre Missionen führen sie an die gefährlichsten Orte der Welt - die Ermittler des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag. Heidi Specogna begleitet die Ermittler des ersten permanenten Weltgerichts in die Zentralafrikanische Republik.

Webseite zum Film
«Shalom Chaverim, Shalom Shalom» von David Vogel

In Israel leben über eine Million Araber mit israelischem Pass. Sie gelten als Bürger zweiter Klasse. Sechs 18-jährige israelische Juden und Araber wollen ein Zeichen setzen: Sie ziehen gemeinsam in eine Wohnung und bilden eine Kommune. Die erste Euphorie über die friedvolle Co-Existenz wird aber bald auf die Probe gestellt.

«Unter Wasser atmen» von Stefan Muggli und Andri Hinnen

Im Super-8-Archiv der Familie Jent finden sich Bilder eines jungen Mannes, der Bewegung liebte. Doch dann verliert er bei einem Motorradunfall beinahe sein Leben. Nach vier Wochen im Koma kann er weder sprechen noch sehen. Der Film zeigt auf, dass selbst in einem solchen Leben Platz für Freude und beruflichen Erfolg sein kann.

«Nominiert für seine Willenskraft» («SwissAward», 14.1.2012)
Webseite zum Film
Trailer zum Film (youtube)
«Vol spécial» von Fernand Melgar

Im Gefängnis von Frambois warten Sans-Papiers und abgewiesene Asylsuchende auf ihre Ausschaffung. Auf der einen Seite stehen Aufseher mit menschlichen Wertvorstellungen, auf der anderen Männer in Angst und unter Stress. Nach «La Forteresse» beschäftigt sich Regisseur Fernand Melgar erneut mit Asylsuchenden.

«Ausschaffung im Kino» («drs2aktuell», 29.9.2011)
«Fernand Melgar im Gespräch» («drs2aktuell», 9.8.2011)
«Anwalt der Entrechteten» («Kulturplatz», 28.9.2011)
Webseite zum Film
Trailer zum Film (youtube)


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Schnellsuche:
Solothurner Filmtage 2012

Es waren die ersten Filmtage unter der Leitung von Seraina Rohrer. Die 34-Jährige brachte weniger Filme nach Solothurn, bot dafür Nachwuchsfilmern mehr Raum - und schielt sogar nach Hollywood.   Mehr

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