«Alpsegen» eindrückliche Weltpremiere in Solothurn
Szenenbild aus dem Dokumentarfilm «Alpsegen». (ZVG)
Dabei geht er es nicht um Klischees und Postkartenschweiz, sondern um die ganz grundsätzlichen Fragen wie Liebe, Glaube und die Beziehung des Menschen zur Natur.
Bruno Moll erzählt seine Geschichte in gewohnt ruhigen, eindrücklichen und sehr stimmigen Bildern. Die Begegnung mit den Senninnen und Sennen regen an, in einfachen Worten bringen sie elementarste Fragen auf den Punkt. Wenn Älper Franz Ambauen zum Beispiel meint: «Du muesch schon o sälber schalte, Gorr elei länget nid». Oder wenn Josef Brun im Stall bei seinen Kühen sagt: «Mit dr Rüchi bringsch es nid häre, s geit nume mit dr Liebi».
Die Alp vor Unheil beschützen
Bruno Molls Film ist an den Solothurner Filmtagen auch für den Prix du Public nominiert – ganz zu Recht, wie die Weltpremiere am Freitagabend eindrücklich gezeigt hat.
Im katholischen Schweizer Alpengebiet ist der jahrhundertealte Brauch des Alpsegens bis heute lebendig. Der Senn oder die Sennin ruft allabendlich eine archaische Gebetslitanei über die Alp. Er bittet vor dem Einnachten Gott und die Heiligen darum, seine Alp vor Unheil aller Art zu beschützen. Der gibt Einblick in den Alltag der Protagonisten und fokussiert auf ihr religiös-spirituelles Selbstverständnis und ihre Beziehung zum Lebensraum Alp.
Bruno Moll
Geboren 1948 in Olten, 1972-74 Ausbildung zum Fotografen in Zürich, Ab 1975 freier Fotograf, Fotojournalist, Kameraassistent, Seit 1978 freier Autor und Regisseur, Realisiert seit 1984 auch Dokumentarfilme fürs Fernsehen. (affa)
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