Sonntag, 8.4.2012
Ostersonntag: der erste Tag in São Paulo. Dank Jetlag erwache ich um vier Uhr morgens und unternehme einen Spaziergang. Mehr
Montag, 9.4.2012
Ostermontag: in Brasilien kein Feiertag - und so beginne ich meine Interviews. Ich spreche mit einem Experten des WWF über Dämme, mit einer Mitarbeiterin der NGO Reporter Brasil über soziale Auswirkungen der intensiven Landwirtschaft und mit Oded Grajev, dem Gründer des Weltsozialforums - dem wirtschaftskritischen Gegenentwurf zum WEF in Davos. Mehr
Dienstag, 10.4.2012
10. April: Der Verkehr ist in der Stadt ein Dauerthema. São Paulo droht daran zu ersticken. Mehr
Mittwoch, 11.4.2012
11. April: Heute habe ich zum ersten Mal eine Favela besucht: Paraisópolis. Favela - so heissen in Brasilien die Slums. Etwa 70’000 Menschen leben in Paraisópolis. Mehr
Donnerstag, 12.4.2012
12. April: An jedem Spätnachmittag entlädt sich ein Gewitter über der Stadt. Als Fussgänger sollte man dafür gut gerüstet sein, wie ich merkte. Mehr
Freitag, 13.4.2012
Immer wieder sind mir in den letzten Tagen Menschen begegnet, die Abfall aus Mülltonnen zusammen klauben oder von der Strasse auflesen: Alubüchsen oder Pet-Flaschen. Heute habe ich mehr gelernt über diese Catadores, wie die Müllsammler heissen. Mehr
Samstag, 14.4.2012
Noch einmal zum Dauerthema Verkehr. Dieses Foto entstand heute an der Praça da República, einem Platz im Zentrum. «Um die Strasse zu überqueren - Knopf drücken» heisst es da. Nur leider gibt es keinen Knopf mehr, den man drücken könnte. Mehr
Sonntag, 15.4.2012
Mein letzter Tag in São Paulo. Zum Abschluss eine Anekdote, die mir ein Bewohner heute erzählt hat. Sie vereinigt die Themen, von dem dieses Reisetagebuch immer wieder handelt: reich und arm, Umweltschutz, Verkehr. Mehr
Montag, 16.4.2012
«Die Leute hier in Mato Grosso aufzufordern, weniger Fleisch zu essen - das geht auf keinen Fall!», sagte mir heute Karin Kaechele von der lokalen NGO Instituto Centro de Vida, die die Abholzung des Amazonas-Waldes im Bundesstaat Mato Grosso bekämpft. Mehr
Dienstag, 17.4.2012
Am Abend fahre ich mit Diogo Molina von der Umweltorganisation «The Nature Conservancy» von Cuiabá, der Hauptstadt des Bundesstaates etwa 350 km nach Norden, nach Lucas do Rio Verde - oder Soja-City wie manche auch sagen. Mehr
Donnerstag, 19.4.2012
Spät letzte Nacht bin ich in Alta Floresta eingetroffen, ein Ort an der Grenze der Waldrodungsfront im Amazonas. Seine Geschichte begann vor etwa 30 Jahren, als ein privates Unternehmen mitten im Regenwald eine landwirtschaftliche Siedlung anlegen wollte. Mehr
Freitag, 20.4.2012
Die NGO Ouro Verde («Grünes Gold») hilft den Kleinbauern um Alta Floresta, ihr Einkommen zu verbessern. Zum Beispiel pflanzt sie mit ihnen zusammen auf ausgelaugten Weiden wieder Wald an. Wald, der auch Früchte liefert, oder Kakao und Bananen, um so ein zusätzliches Einkommen zu liefern. Mehr
Samstag, 21.4.2012
In Alta Floresta bin ich zu Gast bei Juliana de Paula und ihrem Mann Francisco Stuchi, genannt Chico. Juliana ist Juristin und Chico Archäologe und Ethnologe. Beide helfen auf ihre Weise den ursprünglichen Bewohnern der Gegend, den Kayabi. Mehr
Sonntag, 22.4.2012
Am Sonntag geniessen es die Bewohner von Alta Floresta, für einmal der Hitze etwas entfliehen zu können. Tagsüber sind die Strassen leer, die Menschen halten sich in ihren Häusern, Höfen und Gärten auf. Wenn die Hitze nachlässt, kehrt das Leben in den Ort zurück. Mehr
Donnerstag, 17.5.2012
Heute bin ich von Alta Floresta abgereist. Mit dem Flugzeug zurück nach Cuiabà und von da geht es morgen in die Hauptstadt Brasiliens, Brasilia. Beim Abendessen kam ich mit einer jungen Frau ins Gespräch. Mehr
Dienstag, 24.4.2012
Brasilia - die Hauptstadt - wurde seit den 1950ern im Niemandsland aufgebaut. Sie sollte ein neutraler Ort sein im föderalen Staat, ein Zeichen des Aufbruchs und der Moderne. Der berühmte Architekt Oscar Niemeyer entwarf viele der futuristischen Gebäude. Mehr
Mittwoch, 25.4.2012
Dass Brasilia eine Autostadt ist, zeigt sich selbst beim Besuch des WWF-Büros. Dort will ich die brasilianische WWF-Chefin interviewen. Der Sitz ist schön gelegen, in einem Randbezirk der Stadt, an einem See. Zwar gibt es Busse in der Nähe, trotzdem ist der Parkplatz vor dem Gebäude des WWF voll. Mehr
Donnerstag, 17.5.2012
Den letzten Tag in Brasilien verbringe ich mit Marcel Fukayama. Der 27-jährige arbeitet für CDI Lan, ein so genanntes soziales Unternehmen. Das heisst, CDI Lan will zwar Gewinn machen, aber die sozialen Ziele stehen im Vordergrund. Der Gewinn dient dazu, die Firma am Leben zu erhalten. Mehr