Vor 40 Jahren: «Der Adler ist gelandet»
Edwin Aldrin, der als zweiter Mensch seinen Fuss auf dem Mond aufsetzte. (Nasa)
«Houston, hier ist Basis Tranquillitatis. Der Adler ist gelandet.» Es war 21.17 Uhr (MEZ) am Abend des 20. Juli 1969, als die US-Astronauten Neil Armstron und Edwin Aldrin die Landefähre «Eagle» sicher im «Meer der Ruhe» auf dem Mond landeten.
Hunderte Millionen Menschen weltweit verfolgten das Ereignis vor 40 Jahren mit. Für die Apollo 11-Mission war kein Vergleich zu gross: Von der «Erfüllung eines Menschheitstraums» war die Rede und vom «Beginn eines neuen Zeitalters».
«Ein kleiner Schritt für einen Menschen»
Mehr als sechs Stunden nach der Landung - kurz vor vier Uhr morgens - konnten die Zuschauer mitverfolgen, wie sich Armstrong mühsam die Metallleiter zum Mondboden hinunterquälte und anschliessend als erster Mensch dort seinen Fuss aufsetzte.
Seine «historischen Worte» gingen um die Welt: «That's one small step for man, one giant leap for mankind» - «Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein grosser Sprung für die Menschheit.» Im unförmigen Schutzanzug und mit dem Versorgungstornister auf dem Rücken verbrachten Armstrong und Aldrin mehr als zwei Stunden im glühend heissen Mondmorgen.
Dort bauten sie wissenschaftliche Geräte auf, sammelten Gesteinsproben und führten ein Telefongespräch mit US-Präsident Richard Nixon. Armstrong und Aldrin enthüllten eine Gedenkplakette mit der Inschrift: «Hier haben Menschen vom Planeten Erde im Juli 1969 erstmals den Fuss auf den Mond gesetzt. Wir kamen in Frieden für die Menschheit.» Auch eine amerikanische Flagge stellten sie auf.
Landung zur besten Sendezeit
Das Timing war aus Sicht der Nasa perfekt: In Europa war es bereits der 21. Juli, 3.56 Uhr MEZ - in den USA war gerade «prime time», die beste Nachrichtenzeit am Abend des 20. Juli.
Spannung kam noch einmal beim Start der Fähre vom Mond auf. Doch auch der funktionierte problemlos. 21 Stunden und 36 Minuten nach der Landung zündete das Triebwerk des Oberteils der Fähre, das Landeteil diente als Startrampe. Dreieinhalb Stunden später koppelte die Fähre wieder an das Mutterschiff an, das in 110 Kilometer Höhe den Mond umrundet hatte.
Am 24. Juli kehrten die Raumfahrer wohlbehalten von ihrer historischen Mission zurück. Bis Dezember 1972 gab es noch fünf weitere Mondlandungen. Insgesamt setzten zwölf Amerikaner ihren Fuss auf den Mond.
Skepsis bleibt
Die Skepsis gegenüber der bemannten Mondfahrt konnte das Jahrhundertereignis freilich nicht ausräumen - sie ist bis heute geblieben. Erst unlängst ordnete US-Präsident Barack Obama an, die Planung für die bemannte Raumfahrt auf den Prüfstand zu stellen - darunter der für das Jahr 2020 geplante Bau einer Mondbasis. (ank, sda/ap)
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