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Dienstag, 15.11.2011

Weniger Kokser und Kiffer

Die EU warnt vor der Gefahr synthetischer Drogen, deren Wirkung und Folgen oft unbekannt seien. Eine Trendwende beobachtet die zuständige Drogenstelle hingegen beim Kokain- und Canabiskonsum.

In der Krise sinkt der Kokainkonsum. (Archiv Keystone)

Die Verkäufer synthetischer Drogen sind den Behörden immer einen Schritt voraus: Kaum werde eine Substanz verboten, würden die Händler eine Alternative anbieten. Gemäss einem Bericht der EU-Drogenberatungsstelle wurden im letzten Jahr demach über 40 neue Drogen registriert. In diesem Jahr rechnet die Stelle gar mit einem Rekordjahr.

Leute wissen nicht, was sie konsumieren
«Das grösste Problem bei synthetischen Drogen besteht darin, dass die Leute nicht wirklich wissen, was sie nehmen», sagt Wolfgang Götz, Direktor der Beratungsstelle. Gerade in Kombination mit anderen legalen oder illegalen Drogen könne es zu schweren gesundheitlichen Problemen oder gar zum Tod kommen.

Eine Trendwende beobachtet die EU-Stelle hingegen beim Kokain- und Cannabiskonsum. Der Rückgang des Anteils der Raucher unter Schülern und Jugendliche könnte zu einer Reduktion des Cannabis-Konsums führen. Die neuesten Daten bestätigen die «allgemeine Stabilisierungs- oder Abwärtstendenz beim Cannabiskonsum unter jungen Erwachsenen», heisst es im Bericht.

Wegen Wirtschaftskrise sinkender Kokainkonsum
Die Finanz- und Wirtschaftskrise dürfte in Europa zudem Kokain aus Kostengründen ins «Out» treiben. Der Konsum ist laut dem Bericht in vier der fünf Länder mit den höchsten Kokainkonsumraten - Dänemark, Spanien, Italien und Grossbritannien - gesunken.

Ebenfalls abgenommen habe die Zahl von Süchtigen, die sich Heroin injizieren. In Teilen Europas sei im letzten Jahr dieses Rauschmittel knapp geworden. Massgeblich dazu beigetragen habe die gute Zusammenarbeit zwischen den Polizeiorganisationen der Türkei und der EU. (fisj, sda)

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