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  • Wissenschaft:
  • Hörpunkt: Darwin und die Evolution:

(Aleksandra P.)

Buchtipps zu Darwin und seiner Theorie

Zum Jubiläumsjahr von Charles Darwin sind Dutzende Bücher erschienen. Wir stellen aus der Flut von Büchern über Darwin und über seine Evolutionstheorie eine Auswahl vor, deren Lektüre sich unbedingt lohnt.

Ernst Peter Fischer: Das grosse Buch der Evolution

Verlag: Fackelträger-Verlag, 2008.

Nichts ergibt in der Biologie einen Sinn, ausser man betrachtet es im Lichte der Evolution. Dieses Zitat von Theodozius Dobzhansky prägt den herrlich bebilderten Band von Ernst Peter Fischer. Ein Buch, das Lust macht sich mit Evolution, der Biologie und dem Menschen intensiv auseinander zu setzen.

Die Webseite zum Buch

David Quammen: Charles Darwin: Der grosse Forscher und seine Theorie der Evolution

Verlag: Piper, 2009.

Ein eindrückliches Psychogramm Darwins ist Quammen gelungen. Er zeigt, wie schwer sich der grosse Biologe mit seiner eigenen Idee tat. Welche Ängste er ausstand und wie akribisch er alle möglichen und unmöglichen Einwände vorwegnahm und prüfte. Das Buch lässt einem nachvollziehen, wie die Evolutionstheorie langsam Gestalt annahm und wie das geistige Klima seiner Zeit Darwin beeinflusste.

Charles Darwin: Die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl

Verlag: Reclam, 1986. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Sonderausgabe 2008

Einfach das Original. Mit diesem Buch fing alles an. Darwin erklärt die Evolutionstheorie in allgemein verständlicher Sprache. Und er zeigt sich als glänzender Rhetoriker. Das Glanzstück ist die Zusammenfassung am Schluss. Dort zündet er ein Feuerwerk an Einsichten, die mit seiner Theorie möglich werden – und begründet beiläufig einige neue wissenschaftliche Disziplinen.

Chris Buskes: Evolutionär denken

Verlag: Primus Verlag, 2008.

Die Evolution und der Mensch – so könnte der Untertitel des Buches lauten. Buskes erklärt, was man heute über die menschliche Evolution weiss und wie die Evolutionstheorie das Bild von uns selbst verändert hat. Er zeigt, wie das Wissen um die Evolution in andere Wissenschaftsgebiete Einzug gehalten hat, etwa in die Psychologie.

Jürgen Neffe: Darwin. Das Abenteuer des Lebens

Verlag: Bertelsmann, 2008.

Biograf Neffe will Darwin auf einer Reise näher kommen: Er ist der Route der Beagle gefolgt und verbindet in seinem Buch die historischen mit den modernen Schauplätzen. Das Resultat ist eine sehr lesbare Biografie, die das Wirken Darwins immer wieder darauf prüft, was es heute noch bewirken kann – oder sollte.

Randal Keynes: Annies Schatulle - Charles Darwin, seine Tochter und die menschliche Evolution

Verlag: Argon, 2002. Derzeit auf Deutsch vergriffen, antiquarisch aber erhältlich.

Ein bemerkenswertes Buch, das den Familienmenschen Charles Darwin in den Vordergrund stellt. Der Tod seiner Lieblingstochter Annie, die an Tuberkulose stirbt, raubt Darwin endgültig den Glauben an einen Gott und bestätigt gleichzeitig seine Theorie vom Kampf ums Dasein („Struggle for life“). Das Buch von Randal Keynes, Urenkel von Charles Darwin, gehört zu den Darwin-Biographie Klassikern.

Steve Jones: Darwins Garten

Verlag: Piper, 2009.

Darwin hat die Biologie als Wissenschaft erfunden, sagt einer der besten Darwin-Kenner Steve Jones, in diesem spannenden Buch. Darwins unzählige Experimente, die er in Down gemacht hat, führt Jones weiter und zeigt was aus ihnen in den modernen Wissenschaften geworden ist.

Volker Mosbrugger und Hans Traxler: Darwin für Kinder und Erwachsene

Verlag: Insel, 2008.

Hier kann man Darwin sehr direkt kennenlernen – und das in kurzer Zeit. Volker Mosbrugger hat aus vielen direkten Quellen Darwins geschöpft: Seinen Tagebüchern, seiner Autobiografie, Briefen usw. und so ein intimen, kleinen Reader zusammengestellt. Seine Einführungen in die wissenschaftlichen Aspekte sind allerdings so kurz geraten, dass Kinder die Hilfe eines Erwachsenen brauchen.

Joachim Bauer: Das kooperative Gen

Verlag: Hoffmann und Campe, 2008.

Der Psychiater Joachim Bauer findet, dass die Evolutionstheorie eine kräftige Überholung und Neusetzung der Akzente brauche: Künftig müsse der Schwerpunkt auf der Kooperation liegen und nicht auf der Konkurrenz. Bauer gibt viele Denkanstösse, bleibt aber viele Antworten schuldig. Vom „Abschied vom Darwinismus“ wie es im Untertitel heisst, kann auf jeden Fall keine Rede sein.

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