Leben in der Favela
Paraisópolis - Die Favela von São Paulo. (Thomas Häusler / SRF)
Dicht an dicht stehen die Backsteinhäuschen, die sich die meisten selbst gebaut haben, nachdem sie ein Stück herrenloses Land in Beschlag genommen haben.
Paulo lebt seit 19 Jahren in Paraisópolis. Wie viele ist er aus dem armen Nordosten Brasiliens zugezogen. Ihm gefällt es hier.
Auch wenn er könnte, würde er nicht aus São Paulo weg ziehen. Das sagen 56 Prozent der Favela-Bewohner, die Oded Grajevs Stadtbürgervereinigung «Rede Nossa» befragt hat (siehe Notiz vom 10.4.)
Paulo sagt: wie überall gibt es in Paraisópolis alle Arten von Menschen. Die Mehrheit sei unheimlich hilfsbereit, etwa fünf Prozent mächtige Drogendealer.
Manche sind offenbar auch Einbrecher: Der Stadtteil Morumbi, der unmittelbar auf die Favela trifft, ist bekannt für seinen Reichtum und für eine hohe Rate an Einbrüchen. Man sieht es daran, dass der Stacheldraht - jener von der alleraggressivsten Sorte - die Mauern in Morumbi viel öfter ziert als etwa im Stadtzentrum.
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