Facebook-Privatsphäre: Einstellungen, die jeder haben sollte
Mark Zuckerberg, der Gründer und CEO von Facebook, stellt die neuen, «einfacheren» Privatsphäre-Einstellungen vor. (key)
Facebook ist im Clinch: Einerseits ist das Soziale Netzwerk auf das Vertrauen seiner Nutzer angewiesen, andererseits müssen sie mit den Daten ihrer Nutzer Geld verdienen und die Daten teilen.
Nach einem - vor allem medialen - Proteststurm hat Facebook die Privatsphäre-Einstellungen verändert und «einfacher» gemacht. Kompliziert zu verstehen sind sie aber noch immer.
Grundeinstellung zu freizügig
Neu bietet Facebook drei Grundeinstellungen, die ihr jeweils mit einem Klick übernehmen könnt: Mit «Freunden» teilen, mit «Freunden von Freunden» oder mit «allen». Zusätzlich empfiehlt uns Facebook eine Grundeinstellung.
Übernehmt ihr diese «empfohlenen» Einstellungen oder «Alle», teilt ihr alle Beiträge, die ihr veröffentlicht, inklusive Fotos und Videos mit der ganzen Welt. Mit allen im Internet - auch ausserhalb Facebooks.
Wir finden, das ist zu freizügig - und zeigen euch, wie ihr eure Daten besser schützen könnt auf Facebook.
Grundeinstellungen: Schützt eure Daten ausserhalb Facebooks
Als Grundeinstellung empfehlen wir euch «Nur Freunde». So gehen alle eure Posts per Grundeinstellung nur für Freunde sichtbar.
Um diese Einstellungen jetzt sofort zu aktivieren, klickt hinter diesem Link auf «Nur Freunde» und «Diese Einstellungen übernehmen».
Diese Grundeinstellungen könnt ihr anpassen, wenn ihr am unteren Ende der Box auf «Benutzerdefinierte Einstellungen» klickt. Hier könnt ihr für jede Information entscheiden, wer was sehen soll.
Beispielsweise wollt ihr möglicherweise, dass alle eure Kontaktinformationen sehen sollen - oder euer Geburtsdatum.
Freundeslisten: Das Herzstück der Privatsphäre
Mit korrekten Einstellungen könnt ihr eure Daten nicht nur vor Fremden schützen, sondern auch vor Bekanntschaften, die zwar auf Facebook eure Freunde sind, mit denen ihr aber dennoch nicht alles teilen möchtet.
Ohne Freundeslisten ist dies nicht machbar. In Listen könnt ihr eure verschiedenen Freunde sammeln und jeder Liste gewisse Berechtigungen geben, beziehungsweise nehmen.
Wir empfehlen euch zwei Freundeslisten:
- «Nichts teilen»: Die Liste für den Bekanntenkreis
- Facebook-Freunde, die ihr dieser Liste zuordnet, sollen nichts mehr von euch mitbekommen. Sie können noch auf euer Profil klicken, euch Nachrichten senden oder auf eure Pinnwand schreiben - doch sie werden keine neuen Beiträge von euch sehen.
- «Enge Freunde»: Der enge Kreis
- Eure engsten Freunde auf Facebook ordnet ihr dieser Liste zu, um sie, wenn ihr etwas ganz privates teilen wollt, einfach auswählen zu können - dazu unter «Pro-Beitrag»-Einstellung weiter unten mehr.
Viele ordnen ihre Freunde in Listen wie «Arbeit», «Familie», «Turnverein». Dies mag ganz praktisch sein, um ihnen zu folgen - doch für die Privatsphäre taugen sie nichts.
Bestimmt kennt ihr auch am Arbeitsplatz Menschen, mit denen ihr ziemlich viel teilen wollt - und innerhalb der Familie solche, mit denen ihr nicht so viel teilen wollt. Solche Listen können leicht zu Verwirrung führen.
Ihr könnt so viele Listen machen wie ihr möchtet. Doch bedenkt, dass man dabei leicht die Übersicht verliert. Beschränkt eure Privatsphäre-Listen auf ein Minimum.
«Pro Beitrag»-Einstellungen: Wer soll das sehen?
Jedes Mal, wenn ihr etwas veröffentlicht, solltet ihr euch fragen, wer das sehen soll. Habt ihr die Grundeinstellungen «Nur Freunde» eingestellt, bekommen das auch nur diese zu sehen.
Doch wollt ihr das möglicherweise noch stärker einschränken. Dies geht mit einem Klick auf das Schloss-Symbol, gleich neben dem «Teilen»-Button.
Dort wählt ihr «Benutzerdefiniert» und schliesst diese aus, die es nicht sehen sollen. Als Standard empfehlen wir «Nur Freunde» ausser der Freundesliste «Nichts teilen». Dies könnt ihr gleich als «Standardeinstellung» speichern.
So könnt ihr bei jedem Beitrag davon ausgehen, dass er von den richtigen Leuten gesehen wird. Wollt ihr das weiter öffnen, könnt ihr das bei jedem Beitrag von Neuem entscheiden. Wollt ihr dass nur eure engsten Freunde etwas sehen, ebenso. (jam)
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