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Montag, 23.4.2012

Hupac boomt - Gewinn bescheiden

Niemand transportiert so viele Lastwagen und Container auf der Schiene durch die Alpen wie Hupac: Letztes Jahr waren es 7 Prozent mehr als 2010. Und doch: Der Gewinn blieb mit 2,6 Millionen Franken bescheiden. Für die Zukunft fordert Hupac Hilfe von der Politik.

Auf der rollende Strasse durch die Schweiz: Ein Hupac-Zug in Olten. (Keystone Archiv)

Italien lässt Hupac hängen

Der Schweizer Kombi-Operateur Hupac hat kein übles Jahr hinter sich. Sorgen bereitet dem Unternehmen der zögerliche Ausbau der Zulaufstrecken in Italien. Interview mit Hupac-Präsident Hans Jörg Bertschi.

Beitrag aus Rendez-vous vom Montag, 23.4.2012, 12.30 Uhr, DRS 1, DRS 2, DRS 4 News und DRS Musikwelle

Der Schweizer Kombi-Operateur Hupac ist im letzten Jahr um 6,6 Prozent gewachsen: Insgesamt wurden 724'000 Lastwagen und Container auf der Schiene befördert. Hupac weist darauf hin, es sei für die Zukunft des kombinierten Verkehrs wichtig, dass die Zufahrtsstrecken in Italien zügig ausgebaut würden.

Der kombinierte Verkehr könne nur erfolgreich und profitabel sein, wenn «lange Züge auf langen Strecken mit geringen Neigungen zu vernünftigen Transitzeiten» verkehren könnten.

Es braucht längere und schwerere Züge...
Das heisst laut Hupac konkret: 750 Meter Zugslänge, 4-Meter- Profile und eine maximale Streckenneigung von 12 Promille. Heute können auf den Zulaufstrecken im Süden jedoch nur 575 Meter lange Züge eingesetzt- und nur Lastwagen mit einer Eckhöhe von 3,80 Meter befördert werden. Zudem braucht es wegen der Steigungen weiterhin zwei Lokomotiven.

...sonst wieder mehr Lastwagen auf der Strasse
Die Flachbahn via Gotthardbasistunnel sei eine Riesenchance für den kombinierten Verkehr, teilte die Hupac mit. Diese Chance dürfe nicht vertan werden, indem der Ausbau der Zufahrtsstecken hinausgezögert werde.

Wenn bis 2017 die Produktivität des kombinierten Verkehrs nicht durch längere und schwerere Züge kompensiert werden könne, sei mit einer Rückverlagerung des Schwerverkehrs auf die Strasse zu rechnen. Die knappen öffentlichen Mittel müssten in nachhaltige Infrastrukturen anstatt in kurzfristige Fördermassnahmen investiert werden.

Zuerst Luino-Linie ausbauen
Für die Neat-Südanschlüsse schlägt Hupac ein Zwei-Stufen-Modell vor: Erste Priorität sollte der Ausbau der Luino-Stecke haben, auf der heute etwa 80 Prozent des Kombiverkehrs via Gotthard abgewickelt wird. Die Strecke könne mit massvollen Mitteln an die internationalen Standards angepasst werden.

Parallel dazu müsse der Korridor via Chiasso in Angriff genommen werden. Dies erfordert den Bau einer neuen Güterverkehrsstrecke zwischen Seregno und Bergamo. Zudem müssen neue Umschlagterminals gebaut werden, weil im Knoten Mailand keine adäquaten Kapazitäten bestehen.

Starker Franken nagt am Gewinn
Mit 723'894 auf der Schiene beförderten Strassensendungen konnte Hupac im vergangenen Jahr das Rekordergebnis von 2008 übertreffen. Der Erlös sank jedoch wechselkursbedingt um 2,3 Prozent auf 493 Millionen Franken. Der Jahresgewinn fiel mit 2,6 Millionen Franken um 17 Prozent geringer aus als im Vorjahr. Das «bescheidene Ergebnis» führt Hupac auf die schwierige Währungssituation zurück.

Die Investitionen beliefen sich auf 59 Millionen Franken. Davon flossen 40 Millionen Franken in die Anschaffung von neuen Bahnwagen, die Vervollständigung des Terminals Busto Arsizio-Gallarte und den Ausbau des Hupac-Hauptsitzes in Chiasso. (smus;bru, sda)

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Mittwoch, 9.2.2011

Hupac legt deutlich zu

Der Combi-Operateur Hupac hat im letzten Jahr deutlich mehr Lastwagen auf der Schiene durch die Schweiz transportiert. Man habe beinahe das Niveau von 2008 erreicht, teilte das Unternehmen mit.   Mehr


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