Neuer BDP-Präsident setzt auf Sachlichkeit
BDP-Präsident Martin Landolt (Reuters)
Dreieinhalb Jahre nach ihrer Gründung kam die BDP wieder im Schützenhaus von Glarus zusammen, wo sie sich im Jahr 2008 konstituiert und somit die Abspaltung von der SVP perfekt gemacht hatte. Diesmal stand die Stabsübergabe an der Parteispitze auf dem Programm.
Ohne Gegenkandidat und per Akklamation wählten die gut 200 Delegierten den 43-jährigen Glarner Nationalrat Martin Landolt. In seiner Antrittsrede sagte Landolt, er wolle mit Sachlichkeit und Sorgfalt politisieren. Und auch unter seiner Führung müsse die Partei weiter wachsen, insbesondere in der Westschweiz.
Keine Fusion mit anderer Partei
Ein Zusammengehen mit anderen Parteien lehnte Landolt kategorisch ab: «Wir werden keinesfalls unsere Eigenständigkeit aufgeben.» Rückendeckung erhielt er vom abtretenden Parteipräsidenten Grunder: «Unser Haus ist gebaut und es bestehen Grenzabstände zu unseren Nachbarn, heissen sie nun CVP oder anders.»
Grunder ausgiebig gewürdigt
Der 55-jährige Berner Nationalrat Grunder, der die Partei seit ihrer Gründung führte, wurde an der Delegiertenversammlung ausgiebig gewürdigt. Als seine grössten Erfolge nannte Landolt das gute Abschneiden bei den eidgenössischen Wahlen im Herbst 2011 und - «als Höhepunkt» - die Wiederwahl von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf.
Auch Bundespräsidentin Widmer-Schlumpf rühmte Grunder: Er sei absolut verlässlich und habe mit ihr immer offen geredet - auch kritisch, wenn es nötig gewesen sei. Zum Stil ihrer Partei sagte Widmer-Schlumpf: «Wir machen Politik mit dem Kopf, nicht nur mit dem Kehlkopf». (bat, sda)
Mehr zum Stichwort:
