Verzicht auf Porta Alpina bestätigt
Nach der ersten Sprengung für die Porta Alpina unter Sedrun im Jahr 2006. (Archiv Keystone)
Die Porta Alpina, ein 800 Meter unter Tage liegender Bahnhof mitten im Gotthardbasis-Tunnel, wird auf absehbare Zeit nicht gebaut. Der Bundesrat hat einen Bericht des Umwelt- und Verkehrsdepartements (Uvek) zur Kenntnis genommen. Eine alternative Nutzung der bereits ausgebrochenen Kavernen soll aber möglich bleiben.
Das Uvek stützt sich in der Begründung unter anderem auf eine Studie der SBB. Gemäss dieser wäre ein minimales Angebot an Zügen, die an der Porta Alpina halten und abfahren, zwar möglich. Dadurch würden aber die Kapazitätsreserven für den Güterverkehr verringert. Ausserdem wäre der Betrieb nicht rentabel, so dass der Kanton Graubünden jährlich neun Millionen Franken einschiessen müsste.
Graubünden sistierte Projekt
Angesichts dieser Ausgangslage und dem Umstand, dass kein genehmigungsreifes Projekt vorliegt, sistierte der Kanton Graubünden das Projekt. Diesen Entscheid unterstützte nun auch der Bundesrat.
Dass die Porta Alpina wohl nur eine interessante Idee bleiben wird, hat sich schon lange abgezeichnet. Vor allem die SBB hatten immer ihre Skepsis kundgetan. Im Jahr 2007 beschloss der Bundesrat, den Entscheid über die Hauptinvestition erst zu fällen, wenn alle Fragen zum Betrieb geklärt seien. Diese Bedingung ist mit dem Bericht des Uvek nun erfüllt.
Sollten künftige Generationen die Projektidee wieder aufnehmen wollen, müssten sie ein neues Projekt einreichen und darin zusätzliche Nachweise zu Sicherheit und Betrieb liefern.
Allfällige touristische Nutzung
Möglich ist auch, die im Rahmen von Vorinvestitionen erstellten Kavernen - etwa für künftige Wartesäle - anderweitig zu nutzen. Zur Debatte stehen etwa ein Ausstellungsraum, eine sogenannte Galleria Alpina. Konkrete Pläne bestehen jedoch noch nicht. Die Bündner Regierung sieht in einer touristischen oder anderweitigen Alternativnutzung der Kavernen eine Chance, für die Region Mehrwert zu schaffen. (bru, sda)
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