Merck Serono hält an Schliessung in Genf fest
Kein Erfolg für die streikenden Merck-Serono-Mitarbeiter: Das Unternehmen bleibt bei der Schliessung des Standorts Genf. (Keystone)
Trotz monatelanger Verhandlungen hält der Konzern an seinem Entscheid fest: Der Standort in Genf wird definitiv geschlossen. Damit gehen rund 1250 Arbeitsplätze verloren. Das Personal will ab Mittwoch streiken.
Merck Serono habe keine Vorschläge der Mitarbeiter berücksichtigen können, die sich auf den Erhalt des Standortes in Genf bezogen, schreibt das Unternehmen. Man habe entschieden, dass sich diese Vorschläge nicht mit Absicht vereinbaren liessen, Doppelfunktionen abzubauen, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern.
Besserer Sozialplan
Allerdings gebe es Verbesserungen beim Sozialplan. So wurde beispielsweise das Vorruhestandsalter von 58 auf 56 gesenkt. Merck Serono biete den Mitarbeitern zudem Unterstützung bei der Gründung von neuen Unternehmen an. Auch würden Gespräche über Beschäftigungsmöglichkeiten für betroffene Mitarbeiter fortgesetzt.
Die Mitarbeitenden sollen bis Ende Juli über ihre persönliche Situation informiert werden. Der Standort Genf soll bis Mitte des Jahres 2013 geschlossen werden, der Standort Coinsins im Kanton Waadt Ende 2014.
Merck Serono mit Hauptsitz im deutschen Darmstadt hatte im April angekündigt, von den 1250 Stellen in Genf 500 zu streichen und 750 nach Darmstadt, Boston und Peking zu verlagern. Zudem sollen im Kanton Waadt 80 Stellen abgebaut werden. Das Personal hatte dann drei Vorschläge ausgearbeitet, um einen Teil der Stellen in Genf zu erhalten. (basn;pet, sda)
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