• Nachrichten
  • Blogs
  • Meine Meinung
  • Podcasts
  • Programm
  • Spiele
  • SRF Shop
  • Themen
  • Über uns
  • A
  • A
  • A
  • Radio ein
  • Empfang
  • Hilfe
  • Kontakt
  • Home
  • Dossiers zu «International»
    • Ägypten nach dem Ende der Ära Mubarak
    • Der Klimawandel und seine Folgen
    • Syriens Regimegegner begehren auf
    • Krieg im Gazastreifen
    • Die USA haben gewählt
    • Alle Dossiers
  • Programme
    • SR DRS
    • DRS 1
    • DRS 2
    • DRS 3
    • DRS 4 News
    • DRS Musikwelle
    • DRS Virus
    • Radio Swiss Classic
    • Radio Swiss Jazz
    • Radio Swiss Pop

Sie befinden sich auf einer archivierten Webseite von Schweizer Radio DRS.
Den aktuellen Webauftritt von Schweizer Radio und Fernsehen finden Sie auf www.srf.ch

Dienstag, 19.6.2012

Pakistanischer Premier Gilani muss zurücktreten

Das pakistanische Verfassungsgericht hat Premierminister Gilani die weitere Ausübung seines Amtes untersagt. Er hatte sich geweigert, die Wiederaufnahme eines Verfahrens wegen Geldwäsche gegen Staatsoberhaupt Zardari einzuleiten.

Im pakistanischen Fernsehen wird die Entscheidung des Gerichts übertragen. (Keystone)

Der Machtkampf in Islamabad eskaliert

Der Oberste Gerichtshof Pakistans hat Ministerpräsident Gilani für amtsunfähig erklärt. Im April war er bereits wegen Missachtung der Justiz verurteilt worden. Nun muss Gilani seinen Posten räumen.

Beitrag aus Echo der Zeit vom Dienstag, 19.6.2012, 18.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

Premieminister Yousaf Raza Gilani war im Februar vor dem Verfassungsgericht angeklagt worden. Grund dafür war seine jahrelange Weigerung, die Behörden in der Schweiz offiziell um die Wiederaufnahme eines Geldwäschereiverfahrens gegen Präsident Asif Ali Zardari zu bitten.

Im April wurde Gilani wegen Missachtung der Justiz verurteilt. Laut der pakistanischen Verfassung dürfen Bürger, die wegen Diffamierung oder Missachtung der Justiz verurteilt wurden, kein Abgeordnetenmandat ausüben.

Da gegen dieses Urteil keine Berufung eingelegt worden sei, habe Gilani kein Recht mehr, Mitglied des Parlaments zu sein, sagte der Vorsitzende Richter Iftikhar Chaudhry nun. «Er ist auch nicht mehr der Ministerpräsident von Pakistan.» Das Amt sei nunmehr unbesetzt.

Streit mit der Justiz verhindern
Parlamentssprecher Fehmida Mirza von der regierenden Pakistanischen Volkspartei (PPP) hatte noch im Mai deutlich gemacht, dass der Vorwurf der Missachtung des Gerichts laut Verfassung kein Tatbestand sei, der die Absetzung des Premiers rechtfertige.

Mehrere PPP-Abgeordnete halten es nun für möglich, dass Gilani durch ein anderes Führungsmitglied der Partei an der Spitze der Regierung ersetzt wird, um einen Streit mit der Justiz zu verhindern und die Handlungsfähigkeit der Führung nicht zu lähmen.

Provisionen kassiert
Hauptstreitpunkt zwischen der Regierung und dem Obersten Gericht bleibt aber auch dann, ob der Präsident Immunität geniesst. Zardari war Mitte der 1990er Jahre Investitionsminister im Kabinett seiner Ende 2007 getöteten Ehefrau Benazir Bhutto.

Er soll Provisionen von 10 Prozent und mehr kassiert und das so angehäufte Millionen-Vermögen ins Ausland geschafft haben. Allein in der Schweiz waren jahrelang Konten mit 72 Millionen Franken blockiert. Die Ermittlungen in Genf waren 1997 nach einem Rechtshilfegesuch aus Pakistan aufgenommen worden.

Verurteilung in der Schweiz
Ein Genfer Richter hatte Zardari und Bhutto 2003 wegen Beteiligung an Geldwäscherei zu sechs Monaten Gefängnis bedingt verurteilt, wogegen das Paar rekurrierte. Zu einem abschliessenden Urteil kam es nicht, weil Pakistan Mitte 2008 das Verfahren einstellen liess.

Amnestiegesetz aufgehoben
2009 hob das Oberste Gericht dann aber das umstrittene Amnestiegesetz von Oktober 2007 auf, das Zardari, mehrere seiner Minister und tausende politischer Aktivisten vor Strafverfolgung geschützt hatte.

Das Gesetz galt als Teil eines offenbar von den USA eingefädelten Deals zwischen dem damaligen Machthaber Pervez Musharraf und der Oppositionsführerin für eine Rückkehr zu einer zivilen Regierung. Dank der Amnestie konnten Bhutto und Zardari aus dem Exil zurückkehren und bei den Parlamentswahlen Anfang 2008 kandidieren.

Krise verschärft
Der Richterspruch dürfte die politische Krise des Landes weiter verschärfen. Der Regierung ist es bislang nicht gelungen, die Korruption in den Griff zu bekommen und Wirtschaftsreformen umzusetzen.

Sie muss sich zudem mit unzuverlässigen Koalitionspartnern herumschlagen und hat nur begrenzt Einfluss auf das Militär, das das Land hinter den Kulissen faktisch regiert. Hinzu kommt eine angespannte Sicherheitslage. (lin;pet, sda)

Beitrag weiterempfehlen Facebook Share / Facebook Like Twitter Google+ Email
  • …auf Facebook kommentieren.
    Facebook
  • …auf Twitter kommentieren.
    Twitter
  • …per E-Mail versenden.
    E-Mail
  • …auf Facebook empfehlen.
    Facebook Recommend
  • …auf Google+ kommentieren.
    Google +1

Donnerstag, 26.4.2012

Pakistans Premier stolpert über Korruptionsverfahren

Das pakistanische Verfassungsgericht hat Regierungschef Gilani schuldig gesprochen: Er habe sich geweigert, in der Schweiz Rechtshilfe zu beantragen. Es geht um Bestechungsgelder auf Schweizer Konten. Ob Gilani zurücktreten muss, ist unklar.  Mehr


Verantwortlich für diesen Beitrag:

news.online


Mehr zu den Stichwörtern:

  • Pakistan
  • Schweiz-Pakistan

Schnellsuche:
  • AGB
  • Datenschutz
  • Webmaster
  • Impressum
Schweizer Radio und Fernsehen
  • SRF
  • RTS
  • RSI
  • RTR
  • swissinfo
  • 3SAT
SRF Schweizer Radio und Fernsehen, Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft