FDP für Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Philipp Müller, FDP-Präsident, setzt sich an der Delegiertenversammlung für die Vereinbarung von Familie und Beruf ein. (Keystone)
Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, soll einfacher werden. «Ein chinesisches Sprichwort sagt: Kommt der Wind des Wandels, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen», sagte FDP-Präsident Philipp Müller in seiner Rede. Für die FDP seien Mauern kein Rezept. Sie verbauten den Blick auf die Realität.
Die Gesellschaft habe sich gewandelt von der traditionellen Teilung der Aufgaben zwischen Ehemann und Ehefrau hin zu einer Vielzahl wechselnder Formen des Zusammenlebens. Diesem Wandel müsse man Rechnung tragen, sagte Müller. Es brauche eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Wirtschaft profitiert
Der FDP-Präsident und Aargauer Nationalrat führte wirtschaftliche Gründe an. «Unsere Wirtschaft kann schlicht nicht auf die steigende Zahl gut ausgebildeter, motivierter und erfolgshungriger Frauen und Männer verzichten, die heute zwischen Familie und Beruf wählen müssen», sagte der Vater von drei Töchtern unter Applaus der Delegierten.
Als weiterer Grund nennt Müller sozialpolitische Gründe. Die grösste Armutsfalle sei die Scheidung. «Wer hingegen immer mindestens einen halben Fuss im Job hatte, wird die Türe zum Beruf einfacher wieder aufstossen können.» Ziel soll auch die bessere finanzielle Eigenständigkeit der beiden Ehepartnern sein.
Bis anhin habe es beim Thema Beruf und Familie «entweder oder» geheissen. Das solle sich ändern. «Unser Motto ist 'sowohl als auch'», sagte Müller. (basn, sda)
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