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Samstag, 23.6.2012

Arbeitgeberdirektor Daum tritt im nächsten Jahr ab

Im nächsten Jahr braucht der Arbeitgeberverband einen neuen Direktor oder eine neue Direktorin. Amtsinhaber Thomas Daum tritt 2013 im Alter von 65 Jahren ab, wie er in der «Samstagsrundschau» von Schweizer Radio DRS sagte.

Thomas Daum ist der Meinung, dass bis zum Alter von 67 Jahren gearbeitet werden soll. (Keystone Archiv)

Thomas Daum, Arbeitgeberverband

Die Schweizer Wirtschaft floriert, trotz Eurokrise. Zu verdanken haben dies die Unternehmer auch der Politik, die ihr bisher kein enges Regulierungs-Korsett aufgezwungen hat. Die Arbeitgeber warnen nun vor Regulierungen - doch am Druck aus der Politik sind sie nicht ganz unschuldig. Thomas Daum, Direktor des Arbeitgeberverbandes ist Gast bei Géraldine Eicher in der Samstagsrundschau.    Mehr

Samstagsrundschau vom Samstag, 23.6.2012, 11.30 Uhr, DRS 1

Noch ein Jahr und der Präsident des Arbeitgeberverbandes, Thomas Daum, ist nicht mehr Präsident. «Das heisst aber nicht, dass ich aufhöre zu arbeiten», sagte Daum. Zu seinen zukünftigen Arbeitsplänen machte der Direktor des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes keine Angaben. In seinen Augen ist es grundsätzlich nötig, dass die Arbeitnehmenden in der Schweiz erst ab 67 Jahren pensioniert werden.

«Wir können es uns nicht anders leisten», sagte er mit Blick auf die demographische Entwicklung in der Schweiz. Um die Lücken auf dem Arbeitsmarkt zu füllen, stünden der Schweiz zwei «Reservoire» zur Verfügung, sagte Daum: «Frauen und ältere Mitarbeiter.»

Ältere Mitarbeiter behalten
Er will deshalb auch die Arbeitgeber in die Pflicht nehmen: Die Firmen müssten ihren Beitrag leisten und auch ältere Mitarbeiter behalten. «Wir müssen davon wegkommen, dass ältere Personen weniger leistungsfähig sind», sagte Daum. Diese seien einfach in anderen Bereichen leistungsfähig.

Umgekehrt müssten sich aber die Arbeitnehmenden darauf einstellen, dass die Lohnkurve nicht mehr während der ganzen Berufslaufbahn einfach nach oben zeige.

Druck auf Umwandlungssatz
Gemäss Daum kommt die Verlängerung der Lebensarbeitszeit auch den Pensionskassen zugute: Wenn die Leute länger arbeiteten, nehme der Druck auf den Umwandlungssatz für die Renten aus der zweiten Säule ab. Die aktuelle Situation - die immer längere Lebenserwartung der Menschen und gleichzeitig sinkende Renditen auf den Kapitalmärkten - erfordere jedoch sowieso Handlungsbedarf.

Dies sei keine einfach Aufgabe, räumte Daum ein: «Eine reine Änderung des Umwandlungssatzes ist kaum mehrheitsfähig in der Schweiz.» Dies habe die Volksabstimmung im Jahr 2010 gezeigt.

Es brauche Kompensationsvorschläge. Die Arbeitgeber erwarteten nun vom Bund eine «Marschtabelle», wie die Situation verbessert werden könne.

Thomas Daum amtet seit 2006 als Direktor des Arbeitgeberverbandes. Der Dachverband vertritt 35 Branchen- und 40 Regionalverbände mit 100'000 Mitgliedern. Zuvor leitete er Swissmem, den Branchenverband der Maschinenindustrie. (basn, sda)

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Montag, 2.4.2012

Arbeitgeber beharren auf Abbau bei der 2. Säule

Der Schweizerische Arbeitgeberverband sieht dringenden Handlungsbedarf bei den Pensionskassen. Der Umwandlungssatz müsse gesenkt und das Rentenalter erhöht werden. Die Zweite Säule befinde sich in «kritischer Schieflage».  Mehr


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