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Freitag, 29.6.2012

Kloten Flyers gerettet - Tomas Tamfal neuer Trainer

Der Traditions-Hockeyclub Kloten Flyers ist definitiv gerettet. Dies gab die Task-Force des Klubs am Freitag bekannt. Die Schulden konnten von fast 11 Millionen Franken auf unter 3 Millionen Franken gesenkt werden. Gleichzeitig muss der bisherige Co-Trainer und Klublegende Felix Hollenstein seinen Sessel räumen.

Zufriedene Gesichter nach der Verkündung der frohen Botschaft bei Philippe Gaydoul und Peter Bossert. (Keystone)

Bei Sammelaktionen kamen 1,4 Millionen Franken zusammen, 1,5 Millionen Franken wurden von verschiedenen Firmen gesponsert. Gläubiger verzichteten auf Gelder in der Höhe von 5,2 Millionen Franken, darunter auch das kantonale Steueramt, das auf Steuerforderungen im Betrag von 1,3 Millionen Franken verzichtet. Am 2. Juli entscheidet der Konkursrichter über die Einstellung des Konkursverfahrens und die Liga muss den Kloten Flyers noch die Spiellizenz erteilen. Beides sollte aber nur noch eine Formsache sein.

Hollenstein und Schawalder müssen gehen
Weniger erfreulich sieht es an der Personalfront aus: Der beliebte Assistenz-Trainer Felix Hollenstein ist per sofort frei gestellt. Sportchef Jürg Schawalder hat die Kündigung per Ende Juni erhalten. Der bisherige Trainer der Elitejunioren, Tomas Tamfal, wird neuer Chefcoach. Finanzielle Überlegungen hätten keine Rolle gespielt, sagte Wolfgang Schickli, neuer CEO der Kloten Flyers über die Freistellung Hollensteins. «Es hat auch nichts mit der Person zu tun - wir wollen einen Neuanfang mit neuen Leuten.»

Ein Tag mit gemischten Gefühlen
Captain Viktor Stancescu freut sich zwar über die Rettung des Klubs, bedauert aber den Entscheid sehr, dass Felix Hollenstein nicht mehr dabei sei. Klotens Stadtpräsident René Huber gibt zu, dass er nicht immer an die Rettung des Klubs glaubte. «Gehofft haben wir es natürlich alle - aber sicher waren wir auch am Donnerstagabend noch nicht.» Für die Stadt sei die Rettung der Kloten Flyers sehr wichtig betont Huber: «Wir haben weiterhin Spitzenhockey in Kloten, wir konnten die Tradition und die Sportkultur erhalten, was mich wahnsinnig erleichtert.» Die Personalentscheide müsse auch er erst verdauen, weiter wollte sich Huber nicht dazu äussern. (kerf)

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Verantwortlich für diesen Beitrag:

Beat Sprecher und Christoph Brunner


Schnellsuche:
Die Finanzprobleme der Kloten Flyers

Der Spitzen-Eishockeyclub stand vor dem Ruin. Die Kloten Flyers waren mit 11 Millionen Franken verschuldet. Hätte das Loch nicht gestopft werden können, hätte der Traditionsverein trotz sportlichem Erfolg aus der obersten Liga absteigen müssen. Die Chronik über den langen Weg zurück: 

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