Conny Jauslin: «Das kanns doch nicht sein»
Conny Jauslin (SRF)
Zum Protestmarsch am Donnerstagabend versammelten sich in Basel rund 130 Personen unter dem Motto «Wir sind empört», um ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen. Aufgerufen zur Protestaktion hatte unter anderem Conny Jauslin.
«Wut und Ohnmacht»
«Das kanns doch nicht sein», erklärt Jauslin im Wochengast-Gespräch im «Regionaljournal»: «Wenn ich die Zeitung aufschlage, lese ich in letzter Zeit relativ häufig von sexueller Gewalt gegen Frauen im öffentlichen Raum - dabei gehts nicht nur um Vergewaltigungen, sondern auch sexuelle Nötigung oder sexuelle Belästigung. Das macht einfach betroffen.» Aus diesem Grund habe sie dann, zusammen mit anderen Frauen, zur Kundgebung aufgerufen - «um eine Form zu finden, wie wir unsere Wut und unsere Ohnmacht ausdrücken können.»
Eine Erklärung für die Häufung von sexuellen Gewaltakten gegen Frauen im öffentlichen Raum in Basel im letzten Halbjahr hat Conny Jauslin nicht. «Es gibt keine Erklärung - diese Häufung war im letzten halben Jahr, nächstes Jahr kann das wieder anders aussehen - das sind Wellenbewegungen, hoffentlich.»
Sensibilisierung der Öffentlichkeit
Conny Jauslin hofft, mit der Kundgebung das Thema wieder in das Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit gerückt zu haben. Sie betont aber auch: «Sexuelle Gewalt gegen Frauen im öffentlichen Raum ist kein neues Thema. Wir gingen schon vor 20 Jahren auf die Strasse und forderten sichere Frauenparkplätze in Tiefgaragen.»
