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Donnerstag, 2.8.2012

Gilli gibt die Hoffnung auf Medaillen nicht auf

Der Schweizer Olympia-Delegationsleiter Gian Gilli hat vor den Medien ein erstes Fazit der Londoner Spiele gezogen. Klar «nicht befriedigend» nannte er das bisherige Abschneiden seiner Sportlerinnen und Sportler.

Gian Gilli. (Keystone)

Noch keine Medaille, kein Edelmetall vor allem am «Schweizer Tag», dem 1. August: Die Zwischenbilanz fällt ernüchternd aus - auch für den Schweizer Chef de Mission Gian Gilli.

«Die Spiele laufen noch»
Der Raum für die Medienkonferenzen im «House of Switzerland» war bis auf den letzten Platz besetzt, als Gian Gilli vor die Medien trat und seine Sicht der Dinge nach dem schwachen Auftakt seiner Delegation darlegte.

Für Gilli ist das bisherige Abschneiden ganz klar «nicht befriedigend». Andererseits sei jetzt noch nicht die Zeit für Analysen, Fehleranalysen und Anschuldigungen. «Die Spiele laufen ja noch.» Erst danach würden die einzelnen Sportverbände in enger Zusammenarbeit mit Swiss Olympic über die Bücher gehen.

Noch weit vom erklärten Ziel entfernt
Gilli richtete zwei Appelle an die Medien und damit auch an die Öffentlichkeit. Man müsse erstens die Athleten und ihre Leistungen fair beurteilen. Es sei angesichts der Leistungsentwicklung für alle schwer, Medaillen zu gewinnen, da alle Nationen auf die Spiele hin enorme Anstrengungen unternähmen. «Deshalb ist eine Medaille ja auch so wertvoll.»

Gilli selbst hatte im Vorfeld der Spiele gesagt, er wäre mit einem Total von fünf bis sieben Medaillen durchaus zufrieden. Nach der offiziellen Zielsetzung von Swiss Olympic sollten es acht bis zehn Medaillen werden - womit man im Medaillenspiegel wahrscheinlich eine Position unter den 25 einnehmen könnte. «Es ist klar», so Gilli, «dass wir zurzeit davon weit entfernt sind.»

«Die Stimmung hochhalten»
Gillis zweiter Wunsch geht dahin, dass alle Schweizer Athleten, deren Einsatz noch bevorsteht, ihren Wettkampf unter den bestmöglichen Bedingungen abhalten können. «Wir wollen und müssen die Stimmung hochhalten.»

Diese Athleten sollen auch nicht das Gefühl bekommen, dass sie nun die Einzigen seien, die den sportlichen Erfolg der Schweizer Delegation noch retten könnten. «Das würde einen Druck erzeugen, der nicht gut wäre», betonte Gilli. (pet;bru, si)

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