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Freitag, 3.8.2012

Hoteliers sind mit dem Sommer nicht zufrieden

Der starke Franken hält viele Europäer von Ferien in der Schweiz ab. Den Kanton Graubünden trifft das besonders: Dort machen traditionell viele Deutsche, Holländer und Italiener Ferien. Die Hoteliers kämpfen um die Gäste.

10 bis 15 Prozent weniger Gäste besuchen die Berglandschaft in Davos. (Archiv Keystone)

Von Inland-Redaktor Roland Wermelinger

Junge Touristinnen vor der Bergbahn Parsenn in Davos sind voller Lob über die Schweiz. «Die Berge, die Landschaft, einfach herrlich», freut sich eine ausländische Besucherin. Aber die Preise seien schon ungeheuerlich, meint eine andere: «Ich war wirklich geschockt. Eine Flasche Wasser kostete mich im Restaurant 16 Franken»

Lieber ins Südtirol
Die harte Währung hält viele Gäste von Ferien in den Schweizer Bergen ab. Busreiseveranstalter aus Deutschland und Holland machen diesen Sommer einen Bogen um die Schweiz. Sie buchen günstigere Hotels im Südtirol und in Österreich. Man sei mit diesem Sommer nicht zufrieden, sagt denn auch Annemarie Meyer, Marketing-Direktorin von Davos Tourismus.

Trotzdem mag Jürg Zürcher, Direktor des viersterne Hotels Sunstar keinen Jammerton anschlagen. Er hat vorsorglich für die Sommersaison weniger Personal rekrutiert. Man schlage sich tapfer, meint Zürcher: «Es wird sicher kein Rekordsommer, man spürt die verschiedenen Einflüsse.»

Hoteliers senken die Preise
10 bis 15 Prozent weniger Gäste als letzten Sommer. Und schon dieser war nicht berauschend. Generell die Preise zu senken ist verpönt. Denn sind sie mal unten, bleiben sie unten. Doch es ist ein offenes Geheimnis: Einzelne  Hoteliers gehen in der Krise vor hartnäckigen Gästen in die Knie und überlassen ein Zimmer lieber zum halben Preis, als es leer stehen zu lassen.

Dabei heisst die Losung eigentlich «Zückerchen reichen». Man investiert viel Geld in die Kampagne «Kinder übernachten gratis», Bergbahnen inklusive.

Die Zuversicht bleibt
Einzelne Hotels bieten ihren auswärtigen Gästen gar einen Eurowechselkurs von 1.30 an. Es werden Folkloreabende und Wanderwochen organisiert, den Besuchern Sackmesser geschenkt.

Irgendwann werde sich das auszahlen, zeigt sich Jean-Pierre Galey, Direktor des Hotels Seehof überzeugt: Es habe immer wieder Tiefs gegeben, irgendwann komme dann auch wieder ein Hoch. (saua)

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Den Hoteliers fehlen die Gäste. (Roland Wermelinger, 3. 8 2012)
Hören (2:30)

Donnerstag, 7.6.2012

Schweiz ist für viele Touristen zu teuer

In der Wintersaison ist es zu einem deutlichen Rückgang der Logiernächte in Schweizer Hotels gekommen. Vor allem die Gäste aus Europa blieben aus. Dafür ist der teure Schweizer Franken verantwortlich.   Mehr


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