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Freitag, 3.8.2012

Nordkoreas Flutopfer benötigen Trinkwasser

Die Versorgungslage in den überschwemmten Gebieten Nordkoreas verschlechtert sich weiter. Zehntausende sind ohne Obdach und benötigten dringend Nahrungsmittel sowie Trinkwasser, wie die Uno meldet.

Im Bezirk Songchon beobachten die Menschen eine Strasse, die zum reissenden Fluss wurde. (Reuters)

Nach den jüngsten schweren Regenfällen und Überschwemmungen benötigt Nordkorea nach Einschätzung der Vereinten Nationen dringend Lebensmittel. Zwei heftige Stürme im vergangenen Monat hatten nach Angaben nordkoreanischer Staatsmedien 119 Menschen das Leben gekostet und Zehntausende obdachlos gemacht.

Bei den Überschwemmungen seien Häuser, Strassen und Felder zerstört worden, hiess es in einem Bericht, den die Uno am Donnerstag vorstellte. Am stärksten seien die Stadt Anju und der Bezirk Songchon in der Provinz Phyongan sowie der Bezirk Chonnae in der Provinz Kangwon betroffen.

Pjongjang bittet um vorrangige Hilfe
In Anju hätten rund 36'000 Familien keinen Zugang zu sauberem Wasser und es bestehe ein hohes Risiko für Durchfallerkrankungen. Pjongjang habe die Vereinten Nationen darum gebeten, Hilfslieferungen von Lebensmitteln und Treibstoff nach Nordkorea mit Vorrang zu behandeln, sagte der Sprecher von Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon, Martin Nesirky.

Hilfsorganisationen brachten ihrerseits Material nach Nordkorea. So habe die britische Gruppe Shelterbox 270 Zelte in das ostasiatische Land geschickt, sagte Howard Chang von Rotary International, das Shelterbox finanziert. (nab, sda)

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