2. Wahlgang in Winterthur: 4 Bewerber, 1 freier Sitz
Die Kandidaten von l.: Simon Walter (JUSO), René Isler (SVP), Michael Zeugin (FDP) und Barbara Günthard-Maier (FDP).) (Keystone/Lula/Montage SRF)
Von den Nicht-Gewählten hat der Grünliberale Michael Zeugin im ersten Durchgang am 17. Juni am besten abgeschnitten. Der 34-jährige Gemeinde- und Kantonsrat und Immobilien-Treuhänder steht nun für den zweiten Wahlgang in der Pole-Position. Er dürfte nämlich auch bei den Wählerinnen und Wählern der SP und Grünen am meisten Stimmen machen. Die SP hat nach der Wahl ihrer Kandidatin Yvonne Beutler niemanden mehr im Rennen. Auch die Grünen haben auf eine Kandidatur verzichtet.
Grüne für Zeugin, SP beschliesst Stimmfreigabe
Die Grünen empfehlen Zeugin gar zur Wahl. Die SP hat Stimmfreigabe beschlossen, weil sie sich nicht auf einen Namen einigen konnten. Denn mit dem 19-jährigen Maturanden Simon Walter ist kurzfristig noch ein Jungsozialist aufs Kandidatenkarussell aufgesprungen. Weil er noch wenig bekannt und politisch wenig erfahren ist, dürfte Walter aber einen schweren Stand haben.
Günthard mit besseren Karten
Dies gilt auch für die beiden Bürgerlichen. Die besseren Karten hat sicherlich die 40-jährige FDP-Gemeinderätin und Kommunikationsberaterin Barbara Günthard. Sie lag nach dem ersten Wahlgang nur knapp hinter Zeugin. Und der Sitz, der nun frei wird, gehörte bislang FDP-Stadträtin Verena Gick. Der 53-jährige SVP-Kantonsrat und Polizist René Isler hingegen schloss den ersten Durchgang im Juni auf dem letzten Platz ab und dürfte wohl auch am 26. August chancenlos bleiben.
Am 17. Juni schaffte SP-Kandidatin Yvonne Beutler auf Anhieb den Sprung in die Winterthurer Stadtregierung. Der bisherige CVP-Stadtrat und Polizeivorsteher Michael Künzle wurde neuer Stadtpräsident und Nachfolger von Ernst Wohlwend (SP). Wohlwend und Gick treten im Herbst zurück. (frip)
