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Freitag, 10.8.2012

Google zahlt Rekordbusse für Datenschutz-Bruch

Der Suchmaschinen-Primus Google eckt immer wieder bei Datenschützern an. Nun muss der Konzern Millionen zahlen, weil er sogenannte Cookies auf iPhone-Handys, iPad-Tabletrechnern und Computern mit Apples Safari-Browser hinterlassen hatte.

Google muss die höchste Busse wegen Datenschutz-Verletzung zahlen. (Keystone)

US-Justiz verklagt Google

Die US-Handelsbehörde verhängt eine Strafe von 22,5 Millionen Dollar gegen Google. Google hatte in einem Programm eine Datei platziert, die das Internet-Nutzungsverhalten teilweise aufzeichnet. Was ändert nun? Gespräch mit IT-Redaktor Guido Berger.

Beitrag aus Rendez-vous vom Freitag, 10.8.2012, 12.30 Uhr, DRS 1, DRS 2, DRS 4 News und DRS Musikwelle

Das Umgehen der Datenschutz-Einstellungen beim Safari-Browser kommt Google teuer zu stehen. Der Internetkonzern zahlt 22,5 Millionen Dollar, um den Fall zu den Akten legen zu können. Darauf einigte sich Google mit der zuständigen US-Handelsbehörde FTC.

Sie war mit dem Suchmaschinen-Primus schon zuvor in Datenschutz-Fragen aneinandergeraten und hatte ihm im vergangenen Jahr Auflagen gemacht.

Höchste Geld-Strafe...
Es sei die höchste Strafe, die einem Unternehmen jemals aufgebrummt worden sei, weil es sich den Anordnungen der FTC widersetzt habe, erklärte die Behörde. «Egal wie gross oder wie klein - alle Unternehmen müssen die Anweisungen der FTC befolgen und ihre Datenschutz-Versprechen gegenüber den Verbrauchern halten», sagte Behördenchef Jon Leibowitz.

...kein Problem für Google
Bei einem Quartalsgewinn von zuletzt 2,8 Milliarden Dollar bräuchte Google allerdings nicht einmal einen Tag, um die Millionenbusse zu verdienen. Schwerer dürfte der Imageschaden wiegen.

Das Unternehmen hatte bereits mit dem Mitschnitt von Daten aus unverschlüsselten WLAN-Netzen durch seine Street-View-Kamerawagen für viel Aufsehen gesorgt.

Verhalten im Netz nachverfolgt
Im vorliegenden Fall hatte Google einen Weg gefunden, beim Safari-Browser für iPhone, iPad und PC ohne Zustimmung der Nutzer sogenannte Cookies zu hinterlassen. Das sind kleine Dateien, mit denen sich das Verhalten im Netz teilweise nachverfolgen lässt.

Das «Wall Street Journal» hatte die inzwischen gestoppte Praxis zu Jahresbeginn einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht.

Google hatte schon damals betont, es seien keine persönlichen Informationen erfasst worden. Nun erklärte der Konzern, die höchsten Datenschutz- und Sicherheitsstandards anzulegen.

Der Fall hat mit der Funktionsweise von Safari zu tun: Der Apple-Browser lässt - anders als etwa Firefox, Chrome oder Internet Explorer - standardmässig keine Cookies von Drittanbietern wie Online-Werbefirmen zu. Ein Nutzer muss sie erst aktiv freischalten, was jedoch die wenigsten tun. So trickste Google.

Der Internetkonzern habe entgegen anderslautender Versprechen über mehrere Monate in den Jahren 2011 und 2012 Werbe-Cookies genutzt, erklärte die FTC. (basn;pet, dpa)

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Donnerstag, 7.6.2012

Google Street View: Das Bundesgericht hat entschieden

Das Bundesgericht hat im Fall «Google Street View» nach über einem Jahr Verhandlungsdauer entschieden: Das Verdikt für Google ist hart, wird aber den Betrieb des Dienstes auch in Zukunft ermöglichen. Ein gut schweizerischer Kompromiss.  Mehr


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