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Freitag, 17.8.2012

Ahmadinejad heizt Proteste gegen Israel an

In Iran sind Hunderttausende auf die Strasse gegangen, um gegen Israel zu protestieren. Präsident Ahmadinejad bezeichnete Israel während einer Rede als «ein Krebsgeschwür».

Präsident Ahmadinejad lässt sich von seinen Anhängern feiern. (Keystone)

Grossdemonstrationen gegen Israel gibt es in Iran immer wieder. Doch am diesjährigen al Kuds-Protesttag nahmen nach Angaben der iranischen Staatsmedien Millionen von Menschen teil. Angeheizt wurden die Kundgebungen durch die Drohung Israels, mit einem Militärschlag gegen das umstrittene iranische Atomprogramm vorzugehen.

Israel von der Landkarte tilgen
Zu den landesweiten Demonstrationen hatte die Regierung aufgerufen. Präsident Mahmud Ahmadinejad sprach in seiner Rede Israel erneut das Existenzrecht ab. Er hatte in der Vergangenheit wiederholt den Holocaust geleugnet und gefordert, dass Israel von der Landkarte getilgt werden solle.

«Sperrt die Ohren auf: Auf der neuen Landkarte des Nahen Ostens wird es weder ein zionistisches Regime noch eine Vorherrschaft der USA geben», sagte der Präsident in einer Rede an der Universität von Teheran.

Den westlichen Führern warf Irans Präsident vor, seit Jahrzehnten Sklaven Israels zu sein. «In den USA müssen selbst Präsidentschaftskandidaten vor den Zionisten auf die Knie gehen», sagte er.

Solidaritätstag mit Palästinensern
Al-Kuds ist der arabische Name für Jerusalem. In dem 1967 von Israel besetzten Ostteil der Stadt wollen die Palästinenser die Hauptstadt ihres unabhängigen Staates ausrufen. Der Iran begeht den Solidaritätstag mit den Palästinensern traditionell am letzten Freitag des Fastenmonats Ramadan.

Israel droht mit Militärschlag
Zuletzt hatte es in Medienberichten geheissen, Israel erwäge noch vor der US-Präsidentenwahl im November einen militärischen Alleingang gegen das umstrittene iranische Atomprogramm. Die internationale Gemeinschaft verdächtigt die Führung in Teheran, unter dem Deckmantel einer zivilen Forschung Atomwaffen zu entwickeln.

Israel betrachtet das Atomprogramm als derzeit grösste Bedrohung seiner Existenz. Der Iran bestreitet alles Vorwürfe und betont, das Atomprogramm verfolge rein friedliche Ziele. (luek, dpa)

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Dienstag, 14.8.2012

Netanyahu ernennt Hardliner zu neuem Minister

Inmitten der Debatte um einen möglichen Angriff auf iranische Atomanlagen ist der frühere Chef von Israels Inlandsgeheimdienst zum Minister für innere Sicherheit ernannt worden. Nun geht erneut die Angst um vor einem Militärschlag gegen Iran.  Mehr

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