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Sonntag, 19.8.2012

Assange: Obama soll «Hexenjagd» beenden

Wikileaks-Gründer Assange ist erstmals seit zwei Monaten wieder vor die Medien getreten. In einer Rede bedankte er sich für die Unterstützung Ecuadors. Die USA sollten die «Hexenjagd» auf seine Internetplattform Wikileaks aufgeben, forderte er.

Scharf beobachtet von den Kameras und der Polizei spricht Assange zu den Medien und seinen Fans. (Keystone)

Assange beschäftigt die Diplomatie

Der umtriebige Wikileaks-Gründer Julian Assange sichert sich mit seinem Auftritt in der ecuadorianischen Botschaft die Aufmerksamkeit der halben Welt. Sein sein Anliegen beschäftigt die internationale Diplomatie. Ecuador erhält inzwischen Unterstützung von ganz Südamerika

Beitrag aus Echo der Zeit vom Sonntag, 19.8.2012, 18.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

Nach seiner Flucht in die ecuadorianische Botschaft in London hat sich Julian Assange erstmals wieder an die Öffentlichkeit gewandt. Der Wikileaks-Gründer dankte bei seinem mit Spannung erwarteten Auftritt der Regierung in Quito. Er bedankte sich für die Unterstützung aus Ecuador, anderen südamerikanischen Ländern und der ganzen Welt.

«Während Wikileaks bedroht wird, wird auch die Meinungsfreiheit und die Gesundheit unserer ganzen Gesellschaft bedroht», sagte Assange am Sonntag. Zu seiner Zukunft äusserte er sich nicht.

Rede vom sicheren Balkon aus
Assange zeigte sich auf dem Balkon der Botschaft. Damit bewegte er sich auf diplomatisch unverletzlichem Gebiet: Laut der Wiener Konvention ist die Hoheitsgewalt der Behörden des Gastgeberlandes dort ausser Kraft gesetzt. Andernfalls hätte Assange eine Festnahme durch die britische Polizei riskiert.

Polizei war bereit
Vor dem Gebäude standen mehrere hundert Sympathisanten, Medienvertreter und Neugierige. Auch eine Hundertschaft der Polizei war vor Ort. Kurz vor dem Auftritt hatte Assanges Anwalt gesagt, ein weiterer juristischer Schritt sei geplant. Details dazu gab es nicht.

Mannings Freilassung gefordert
Assange forderte die USA auf, ihre «Hexenjagd» auf die Enthüllungsplattform Wikileaks und Informanten zu beenden. Unter anderem müssten der Wikileaks-Informant Bradley Manning sowie andere aus dem Gefängnis entlassen werden und Entschädigung für ihre Haft bekommen.

Assange droht Anklage wegen Sexualdelikten
Assange soll wegen mutmasslicher Sexualdelikte nach Schweden ausgeliefert werden, hat aber von Ecuador politisches Asyl bekommen. Er fürchtet, an die USA ausgeliefert zu werden. Wikileaks hatte zahlreiche vertrauliche Dokumente veröffentlicht und damit unter anderem die US-Regierung an den Pranger gestellt. (luek, dpa/ap)

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Donnerstag, 16.8.2012

Kein freies Geleit für Julian Assange

Grossbritannien werde dem Australier Assange kein freies Geleit aus der ecuadorianischen Botschaft gewähren, sagte der britische Ausssenminister. Es gehe nicht um die Internetplattform Wikileaks. Assange würden in Schweden Sexualdelikte vorgeworfen. Schweden bekenne sich zu den Menschenrechten.   Mehr


Dossier, Letztes Update: Donnerstag, 16.8.2012

Wikileaks - Die Mächtigen im Visier

Die Idee der 2006 ins Leben gerufenen und durch Spenden finanzierten Internet-Plattform Wikileaks ist es, alle möglichen Arten von Geheimdokumente und -absprachen zu veröffentlichen. Dabei ist nicht immer einfach abzuschätzen, ob die Dokumente echt und umfassend sind.  Mehr


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