Swisslog steigert Umsatz - kein Gewinn
Das Aargauer Logistikunternehmen Swisslog braucht bald einen neuen Chef. Der bisherige wechselt Ende Jahr zu einer anderen Firma. (Keystone)
Im Vorjahreszeitraum blieben Swisslog noch 3,2 Millionen Franken. Dass im vergangenen Halbjahr kein Gewinn geschrieben werden konnte, hat auch mit den Kosten zu tun für das laufende Restrukturierungsprogramm. Ohne diese Kosten und vor Steuern erzielte Swisslog einen operativen Gewinn (Ebit) von 8,8 Millionen Franken (+33,3 Prozent).
Kosten senken dank Stellenabbau
7 Millionen Franken gibt das Unternehmen dieses Jahr für das Restrukturierungsprogramm «Score» aus. Schon im März hatte Swisslog angekündigt, bis zu 50 Stellen abbauen zu wollen. Dieser Abbau betrifft vor allem die Länder Deutschland, Frankreich und Italien und ist zu einem grossen Teil bereits abgeschlossen. In Asien und in Nordamerika hingegen ist Swisslog gewachsen, so dass heute trotz Stellenabbau in Europa mehr Leute beim Aargauer Unternehmen arbeiten als noch vor Jahresfrist.
Der Umsatz legte um 16,2 Prozent auf 314,9 Millionen Franken zu, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Der Auftragseingang nahm um rund ein Viertel auf 288,6 Millionen Franken zu. Dank dieser guten Auftragslage rechnet Swisslog mit einem besseren zweiten Halbjahr.
Ab 2013 wieder Gewinn
Trotz Krise in Europa bleibt das Aargauer Unternehmen weiterhin optimistisch und geht von einem markant höheren Umsatz aus. Swisslog will nach seinem Rekordumsatz von 800 Millionen Franken im Jahr 2008 zurück auf den Wachstumspfad. Ziel ist auch, ab 2013, vor allem aber ab 2014 wieder Gewinn zu schrieben. (mosa/meb, sda)
