Scott McKenzie ist tot
Scott McKenzie ist tot. (zvg)
McKenzie hatte 1967 mit der Hymne der Flower-Power-Bewegung, «San Francisco (Be Sure to Wear Flowers in Your Hair)» einen Welthit geschaffen. Nach einem Jahrzehnt der Soloauftritte schloss er sich in den 1980er Jahren der Gruppe «The Mamas & The Papas» an.
Seine australischen Freunde Gary und Raylene Hartman verbreiteten die Nachricht seines Todes am Sonntag auf der offiziellen Internetseite von McKenzie, die sie bisher in seinem Namen betrieben. Die Hartmans hatten McKenzie mehrmals in Los Angeles besucht und waren ständig mit ihm in Kontakt.
McKenzie litt seit 2010 unter dem Guillain-Barré-Syndrom, einem Nervenleiden, das zu Lähmungserscheinungen führen kann. Er lebte laut Website allein mit seiner Katze Spider und war gerade von einem zweiwöchigen Spitalaufenthalt nach Hause entlassen worden. Eine Nachbarin fand ihn am Sonntag in seiner Wohnung.
Jahrzehntelange Musikkarriere
McKenzie, mit bürgerlichem Namen Philip Wallach Blondheim, wuchs in North Carolina auf und gründete mit seinem Jugendfreund John Phillips erst das Duo «Smoothies» und später das Trio «Journeymen». Im Frühjahr 1967 kam für ihn mit dem Hit «San Francisco» der Durchbruch. Phillips schrieb den Text und produzierte die Platte mit Lou Adler.
Dann trennten sich ihre Wege. Phillips rief The Mamas & the Papas» ins Leben, konnte aber seinen Freund Scott nicht für das Projekt gewinnen. McKenzie kehrte zurück an die Ostküste und gab Jahre nur Solokonzerte. Von ihm stammen unter anderen die Country-Rock-Alben «Stained Glass Morning» und «Stained Glass Reflections».
Erst in den 1980er Jahren hörte er auf seinen Freund und kam zu den Mamas und Papas. Nach dem Tod seines langjährigen Wegbegleiters Phillips 2001 schied auch McKenzie Schritt für Schritt aus dem Musikbusiness aus. (mz, sda)
