Peter Maurer wird neuer IKRK-Präsident
Peter Maurer. (Archiv Keystone)
Wechsel an der Spitze des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK): Der 55-jährige Peter Maurer, zurzeit Staatssekretär im Aussenministerium in Bern und zuvor sechs Jahre Schweizer Botschafter bei der Uno in New York, wird Mitte 2012 Jakob Kellenberger ablösen, wie die Organisation bekannt gab.
Als EDA-Staatssekretär ist Maurer seit Januar 2010 Chef über rund 150 Schweizer Diplomaten in der ganzen Welt. Kellenberger tritt nach drei vierjährigen Amtszeiten aus freien Stücken zurück, wie das IRKR schreibt.
Positive Reaktionen zur Wahl
Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey reagierte erfreut auf die Wahl ihres Staatssekretärs an die IKRK-Spitze. «Ich freue mich, dass einem Mitarbeiter meines Departements die wichtige Aufgabe zukommt», wird sie von einem EDA-Sprecher zitiert. Für eine gute Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und dem IKRK sei auch in Zukunft gesorgt.
Die Wahl von Peter Maurer zum neuen IKRK-Präsidenten kommt auch in den beiden aussenpolitischen Kommissionen (APK) des Parlaments gut an. Sie attestieren dem EDA-Staatssekretär Führungsqualitäten und ein gutes Beziehungsnetz auf dem Parkett der internationalen Organisationen.
«Peter Maurer ist ein klassischer Diplomat und scharfsinniger Denker», sagte Christa Markwalder, APK-Präsidentin des Nationalrates. Durch seine Arbeit als Staatssekretär verfüge Maurer über Erfahrungen im humanitären Bereich; von seiner Zeit als Uno-Botschafter in New York kenne er zudem die internationalen Organisationen und den Multilaterismus sehr gut, sagte Markwalder.
Auch Eugen David, APK-Präsident des Ständerates, zeigte sich zufrieden mit der Wahl. Er lobte Maurer als «bescheidene und zurückhaltende Person». Als APK-Präsident habe er immer wieder miterlebt, dass Maurer die Probleme anpacke und nicht aufschiebe. Der EDA-Staatssekretär sei glaubwürdig und verlässlich.
Kellenberger gewürdigt
Diese beiden Qualitäten bringt David auch mit dem abtretenden IKRK-Präsidenten Jakob Kellenberger in Verbindung. Kellenberger habe sich nicht gescheut, auch einflussreiche Staaten wie die USA auf Probleme anzusprechen. So habe sich Kellenberger für eine menschenwürdige Behandlung der Häftlinge im US-Lager Guantánamo auf Kuba eingesetzt. (bru/abba, sda)
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