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Mittwoch, 2.5.2012

Uno droht Sudan und Südsudan mit Sanktionen

Die Uno hat Sudan und Südsudan ultimativ zum Frieden aufgefordert. In einer Resolution drohte der Sicherheitsrat ansonsten mit «weiteren Massnahmen».
Karte: Sudan

Die Vereinten Nationen haben dem Sudan und dem Südsudan mit Sanktionen gedroht, wenn die afrikanischen Länder nicht sofort ihre Feindseligkeiten einstellen. Der Uno-Sicherheitsrat verabschiedete eine Resolution, die «weitere Massnahmen» möglich macht.

In dem Papier wird ausdrücklich auf Kapitel VII verwiesen - der Teil der Uno-Charta, der wirtschaftliche Sanktionen oder sogar die Entsendung von Truppen regelt. Der Sudan und Südsudan streiten um die rohstoffreiche Grenzregion.

Ultimatum von 48 Stunden
In der Resolution werden beide Seiten aufgefordert «sofort alle Feindseligkeiten einzustellen» und innerhalb von 48 Stunden zu erklären, die Beschlüsse der Afrikanischen Union und des Uno-Sicherheitsrates zu befolgen.

Zudem sollten beide Länder «bedingungslos» ihre Streitkräfte wieder auf das jeweils eigene Territorium zurückziehen und keine Rebellengruppen mehr unterstützen. Auch die «feindselige Propaganda und die provozierenden Stellungnahmen in der Presse» müssten sofort gestoppt werden.

An der Schwelle zum Krieg
Der Sudan war bis Juli vergangenen Jahres noch das grösste Land Afrikas. Nach einem jahrzehntelangen Bürgerkrieg mit Millionen Toten hatten sich der rohstoffreiche und kaum erschlossene «schwarze» Süden aber vom arabisch dominierten Norden getrennt.

Es ist aber immer noch unklar, wem die ölreichen Regionen im Grenzgebiet gehören. Anfang April hatte der Südsudan ein wichtiges Ölfeld besetzt, das allgemein als Territorium des Nordens gilt. Daraufhin hatten sudanesische Kampfflugzeuge den Süden bombardiert.

«Beide Länder stehen an der Schwelle zu einem Krieg - und das nach der furchtbaren Erfahrung beider Völker in den letzten Jahrzehnten», sagte US-Botschafterin Susan Rice. In der Region gebe es «eine lange Geschichte von gemachten und von gebrochen Versprechen». Das werde die Uno nicht mehr hinnehmen. «Wir stehen bereit, notwendige Sanktionen umzusetzen.» (luek, dpa)

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