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Mittwoch, 20.6.2012

Kein Durchbruch im Atomstreit

Die Verhandlungen in Moskau über das iranische Atomprogramm haben keinen Durchbruch gebracht. Der iranische Chefunterhändler Jalili sagte, es gebe keinen Grund, an den friedlichen Absichten seines Landes bei der Atomenergie zu zweifeln.

Said Jalili, der iranische Chefunterhändler, an einer Pressekonferenz in Moskau. (Keystone)

In Moskau fanden am Montag und Dienstag Gespräche über das iranische Atomprogramm statt. Es war das dritte Treffen dieser Art seit April. Vorher waren die Verhandlungen für 15 Monate unterbrochen gewesen.

Es sei nicht gelungen, die entscheidenden Streitpunkte beizulegen, sagte die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton, die die Delegation der fünf Uno-Vetomächte und Deutschlands leitete.

«Technische Gespräche»
In zwei Wochen solle es ein «technisches Treffen» in Istanbul geben. Davon werde abhängen, ob es weitere diplomatische Gespräche mit Theheran gebe. Sie erwarte eine Entscheidung darüber, ob das Land willens sei, der Diplomatie eine Chance zu geben.

Es gebe keinen Grund, an den friedlichen Absichten seines Landes bei der Atomenergie zu zweifeln, sagte indes der iranische Chefunterhändler Said Jalili, und er hoffe, dass ein Termin für ein Treffen mit den sechs Verhandlungspartnern nach den technischen Gesprächen gefunden werden könne.

Ziel der Verhandlungen ist es, den jahrelangen Streit doch noch friedlich zu lösen. Israel behält sich einen Angriff auf iranische Atomanlagen vor, falls die Diplomatie scheitert.

Lockerung der Sanktionen erhofft
Die sogenannte P5+1 Gruppe - also die fünf Uno-Vetomächte USA, Russland, China, Frankreich und Grossbritannien sowie Deutschland - will den Iran unter anderem davon abbringen, Uran höhergradig anzureichern, da sie fürchtet, dass das Land so an kernwaffentaugliches Material gelangen könnte.

Die Islamische Republik erhofft sich im Gegenzug für Zugeständnisse Lockerungen der Sanktionen. Das Ölembargo der Europäischen Union soll am 1. Juli vollständig greifen, die verschärften US-Finanzsanktionen wenige Tage vorher. Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms heimlich an Kernwaffen zu arbeiten. (lin;pet, reuters)

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