Anti-Kriegs-Demonstration in Tel Aviv
«Sprechen - statt Bomben» fordern die Demonstranten in Tel Aviv. (Reuters)
Angeregt durch den Erfolg der Internet-Kampagne «Israel liebt Iran» trugen viele der Demonstranten am Samstagabend in Tel Aviv Plakate mit der Aufschrift «Iraner, wir lieben euch» oder - gerichtet an die Adresse von Ministerpräsident Benjamin Natenjahu - «Bibi, bombardiere Iran nicht».
Die Folgen eines möglichen Militärschlags auf iranische Atomanlagen seien nicht absehbar, kritisierten die Demonstranten. Auch würden die hohen Kosten eines Krieges zulasten sozialer Leistungen gehen.
Einer Umfrage von Anfang März zufolge sind 58 Prozent der Israelis gegen einen israelischen Alleingang gegen Iran. Netanjahu hatte wiederholt gedroht, die iranischen Atomanlagen zu bombardieren, um Teheran nicht in den Besitz von Atomwaffen gelangen zu lassen.
USA drängen zu diplomatischer Lösung
Die USA drängen Israel, die Wirkung von Sanktionen abzuwarten. Nur im äussersten Notfall solle militärisch gegen Iran vorgegangen werden. Präsident Barack Obama sieht Möglichkeiten für eine diplomatische Lösung des Atomstreits mit dem Iran.
«Ich glaube, es gibt da noch ein Zeitfenster, um es auf diplomatischem Wege zu lösen, aber dieses Fenster schliesst sich allmählich», sagte Obama in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul, wo am Montag ein Gipfeltreffen zur nuklearen Sicherheit beginnt.
Iran wird verdächtigt, im Zuge seines Atomprogramms Waffen zu entwickeln. Die Regierung in Teheran bestreitet den Vorwurf, räumt aber die Verdachtsmomente nicht aus. (bat, reuters/sda/dpa)
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